Wintersport

Pleite in Madonna: Trainiert das ÖSV-Team falsch? 

Der Slalom von Madonna di Campiglio endete mit einem ÖSV-Debakel. Aussagen des Trainers lassen auf eine falsche Vorbereitung schließen.
Sebastian Klein
23.12.2021, 08:06

Michael Matt war am Mittwochabend im Flutlichtrennen von Madonna di Campiglio bester Österreicher. Freuen konnte sich der ÖSV-Techniker darüber nicht. Denn: Er schloss das Rennen auf Platz 20 ab. Auch, weil die beiden ÖSV-Asse Manuel Feller und Marco Schwarz bereits im ersten Durchgang ausschieden.

Die Ski-Nation war im Slalom-Klassiker von Madonna nur Nebendarsteller.

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Was lief schief? Das Ergebnis hatte sich abgezeichnet. Bereits im ersten Saison-Slalom in Val d´Isere kassierten die rot-weiß-roten Ski-Stars eine herbe Klatsche, Fabio Gstrein rettete vor zehn Tagen als 14. die Ehre des ÖSV.

"Komplett in die Hose gegangen"

"Es ist schwierig. Unsere zwei Besten sind mit guten Teilzeiten ausgeschieden. Das wäre Rang vier, fünf oder sechs gewesen. Leider ist es im zweiten Durchgang komplett in die Hose gegangen", schüttelte Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher im "ORF" den Kopf. Diese Talfahrt muss nun gestoppt werden. "Es wartet ein Haufen Arbeit auf uns. Mit solchen Ergebnissen wird das Selbstvertrauen auch nicht besser, aber jetzt heißt es: Trainieren und Analysieren. Der Slalom-Monat ist der Jänner", ergänzte Puelacher.

„"Da müssen wir darauf reagieren. Zu sagen, dass es nicht unsere Bedingungen sind, ist mir zu einfach" – Cheftrainer Andreas Puelacher“

Falsches Training?

Auffällig in Madonna: Österreichs beste Slalom-Spezialisten hatten große Probleme mit dem Untergrund. Die Piste war im oberen Teil eisig, im Steilhang aber sehr griffig. Trainiert wurde allerdings auf pickelharten Eispisten.

"Wir haben mehr auf Eis trainiert. Die FIS geht mehr den Weg mit aggressiven Bedingungen. Aber da müssen wir darauf reagieren. Zu sagen, dass es nicht unsere Bedingungen sind, ist mir zu einfach", wies Puelacher die vereinzelte Kritik aus dem ÖSV-Lager an den Pistenbedingungen zurück.

Gleichzeitig betonte der Cheftrainer: "Uns wäre mehr Eis lieber. Wir Trainer fordern wieder mehr Wasser in den Pisten. Dadurch ist es nicht so gefährlich. Aber die FIS will weniger Eis. Vielleicht werden wir Trainer irgendwann gehört", erklärte Puelacher.

Zukünftig werden die ÖSV-Hänge wohl weniger eisig präpariert. Trotzdem unterstrich der Herren-Cheftrainer: "Wir dürfen nicht alles auf die Bedingungen schieben. Wir müssen auch an uns selbst arbeiten."

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