Rund zweieinhalb Monate nach der behördlichen Schließung der Commerzialbank Mattersburg startete am Mittwoch der Untersuchungsausschuss zur Causa im burgenländischen Landtag.
Insgesamt soll die Bank 530 Millionen Euro Schulden haben. Seit 1992 hatte der ehemalige Chef Martin Pucher Bilanzfälschungen betrieben, die offenbar niemandem auffielen. Bereits im Jahr 2000 war die Bank de facto pleite.
Die WKSTA hat im Zusammenhang mit den Vorwürfen rund um die Pleitebank das Ermittlungsverfahren gegen sieben namentlich bekannte Beschuldigte wegen gewerbsmäßig schweren Betruges, Untreue, betrügerischer Krida, unvertretbarer Darstellung wesentlicher Informationen über bestimmte Verbände sowie Geldwäscherei ausgeweitet.
Daneben wird auch Vorwürfen nach dem Finanzstrafgesetz gegenüber einzelnen Beschuldigten in diesem Verfahren nachgegangen. Seit Beginn des Ermittlungen wurden nach richterlicher Bewilligung über 20 Hausdurchsuchungen in Wohn- und Unternehmensräumlichkeiten in drei Bundesländern durchgeführt.
Die Schadenshöhe ist laut Staatsanwaltschadt noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Derzeit wird von einem Schaden in der Größenordnung von zumindest 530 Millionen Euro ausgegangen.