Pleiten-Bad: Millionendebakel droht

Die Stadthallenbad-Sanierung könnte die Steuerzahler viel teurer kommen als erwartet. Nach dem Baustopp explodierten die Kosten für Anwälte, viele Rechnungen sind noch nicht freigegeben.

könnte die Steuerzahler viel teurer kommen als erwartet. Nach dem Baustopp explodierten die Kosten für Anwälte, viele Rechnungen sind noch nicht freigegeben.

Rund 800.000 Euro gab die Stadthallen Betriebsgesellschaft bis 2011 pro Jahr für Rechtsberatung aus. 2012 wurde der Baustopp verhängt – die Kosten stiegen auf 1,26 Millionen Euro. Gründe laut Wien Holding: nicht das Bad, sondern eine Erhebung des Zustands der gesamten Halle und einer Änderung der "bilanztechnischen Abbildung".

Dennoch sitzt das Bad auf einer finanziellen Bombe: Viele Rechnungen von Firmen, die bei der Sanierung tätig waren, wurden nicht bezahlt. Die Rückstellung dafür beträgt 4,5 Millionen Euro. Bekommen die Firmen vor Gericht Recht, werden die Millionen inklusive Zinsen schlagend. Am Mittwoch startete übrigens der Prozess gegen den Generalplaner, bei dem es um 9,2 Millionen Euro (!) Streitwert geht.

"Das finanzielle Elend nimmt erst seinen Anfang", so Isabella Leeb (VP). "Die Anwälte sind die großen Gewinner, die Steuerzahler die großen Verlierer." Die Holding bleibt dabei: Die Kosten seien "unter Berücksichtigung der Regressforderungen und versicherungstechnischer Aspekte innerhalb der 17 Millionen Euro – plus-minus 20 Prozent".

bob

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