Der Hype rund um Pokémon-Karten in den USA reißt nicht ab. Immer noch machen Scalper ein Vermögen damit, und sogar bewaffnete Räuber haben es auf diese begehrten Karten abgesehen. Jetzt will auch LuckyBox, ein Anbieter von Automaten, ein Stück vom Kuchen. Wie "futurezone.at" berichtet, steht einer ihrer Automaten, der seltene und wertvolle Pokémon-Karten enthält, im Pentagon – also direkt im Hauptquartier des US-Verteidigungsministeriums.
Vor kurzem sind Fotos davon auf Reddit aufgetaucht. In einem mittlerweile gelöschten Beitrag auf Threads von LuckyBox war zu lesen, dass der Automat zu Weihnachten im Pentagon aufgestellt wurde. Das Pentagon selbst hat gegenüber "404 Media" bestätigt, dass der Automat tatsächlich in der Hauptkantine steht – und dort auch noch immer zu finden ist.
Im Pentagon-Automaten gibt es laut LuckyBox als Hauptpreis die Sammelkarte Surging Sparks Pikachu EX im perfekten Zustand. Am Markt bringt diese Karte aktuell rund 830 US-Dollar. Auf der Seite des Automaten prangt ein Bild der Charizard 1st Edition-Karte, die mehr als 100.000 US-Dollar wert ist. Das dürfte aber nur zur Zierde dienen. Wäre diese extrem seltene Karte wirklich im Automaten, hätte LuckyBox das sicher groß auf Social Media angekündigt – und nicht die Pikachu-Karte in den Vordergrund gestellt.
Auf den Social-Media-Kanälen von LuckyBox werden die Automaten regelmäßig mit strahlenden Gewinnern präsentiert. Laut den Beiträgen wurden auch schon Karten gezogen, die über 10.000 US-Dollar wert sind. Wie beim Glücksspiel bleibt aber der große Gewinn meist aus. Viele berichten, dass sie Karten gezogen haben, die gerade einmal 3 bis 5 US-Dollar wert sind. Das tut weh, denn pro Versuch zahlt man – je nach Gewinnchance und Standort – zwischen 100 und 200 US-Dollar.
Neben Pokémon-Karten gibt es in den Automaten auch Sport-Sammelkarten und unterschriebene Trikots. Die meisten Automaten stehen in Einkaufszentren und anderen Indoor-Locations, damit sie besser vor Kriminellen geschützt sind, die es auf die Geräte abgesehen haben. Wenig überraschend: Die größte Dichte gibt es in Las Vegas. Laut Website des Anbieters wurden 22 Automaten in der Glücksspiel-Metropole aufgestellt.
Der Pentagon-Standort war ebenfalls gelistet, wurde aber – genauso wie der Social-Media-Beitrag – entfernt, nachdem Mitte Jänner das Medium "Task & Purpose" beim Betreiber nachgefragt hatte.