Einfach atemberaubend! In den vergangenen zwei Nächten erfreuten sich die Österreicher über traumhafte Polarlichter. Mehrere "Heute"-Leser konnten die einzigartigen Farbkonstellationen mit ihrer Kamera einfangen und teilten ihre Sichtungen mit der Redaktion.
Sowohl in der Nacht auf Freitag als auch in der Nacht auf Samstag waren die Lichter zu sehen. Mario H. aus dem Raxgebiet berichtet im "Heute"-Talk, dass man die Nordlichter bis zu den frühen Morgenstunden betrachten konnte.
Laut Ubimet war die Ursache für den Sonnensturm ein koronaler Massenauswurf, der Donnerstagabend die Erde erreicht hatte. Jener von Donnerstag- und Freitagnacht zählte zu einem der stärksten Sonnenstürme der letzten Jahrzehnte.
Dieser sorgte in weiten Teilen Europas für Polarlichter, die bis nach Italien sichtbar waren. Sogar über der Karibik bei Kuba wurde das Himmelsspektakel beobachtet.
Maßgeblich für Polarlichter ist die Ausrichtung des im Sturm mitgeführten Magnetfeldes. Das Erdmagnetgeld wird gestört, es kommt zu Polarlichtern. Eine Technologie zur langfristigen Vorhersage dafür gibt es noch nicht. Erst durch Messungen von Satelliten unmittelbar vor der Erde kann etwa zehn bis 60 Minuten vor dem Auftreffen die genaue Stärke ermittelt werden.
In den letzten zwei Nächten standen die Chancen gut, viele Glückspilze konnten sich an den schönen Lichtern erfreuen. Allerdings sieht es für die kommenden Nächte laut Experte eher schlecht aus. Die Plasmawolke ist mittlerweile wieder abgeklungen, vorerst sind in Österreich somit keine Polarlichter mehr zu erwarten.