Pole mietet nur Luxus-Pkw: Autos landeten in Russland

5 Jahre Haft für den 46-Jährigen am Landesgericht Korneuburg.
5 Jahre Haft für den 46-Jährigen am Landesgericht Korneuburg.Bild: mph

Äußerst seriös war ein Pole (46) in Mannswörth und Wien aufgetreten, mietete nur Luxusschlitten an. Die Autos wurden sofort nach Russland gebracht.

Als Geschäftsmann war ein Pole (46) in NÖ und Wien aufgetreten. Unter Vorlage von gefälschten Ausweisen und Kreditkarten mietete der zuletzt in Berlin wohnhafte Osteuropäer stets Autos der Oberklasse (meist BMW und Mercedes) an. 13 Mal hatte er die Masche bei bekannten Mietwagenfirmen in Niederösterreich und Wien versucht, einige Male scheiterte er, weil kein BMW oder Mercedes verfügbar war. Mazda oder VW als Ersatz lehnte er stets empört ab. Schaden laut Anklage: über 300.000 Euro.

Die Wagen (teilweise mit Neupreisen von über 70.000 Euro) wurden unverzüglich nach Russland gebracht. Der Überstellungsfahrer setzte das Ortungssystem der Pkw außer Betrieb.

Fotos führten zu Festnahme

Nach Verschwinden einiger Pkw kooperierten die Mietwagenunternehmen und Autohäuser miteinander, tauschten Fotos von der Überwachungskamera aus. Am 23. August wurde der Pole nach der Anmietung eines BMW im Wert von 60.000 Euro verhaftet.

5 Jahre Haft

Vor Gericht zeigte sich der 46-Jährige teilgeständig. Kopf der Bande sei ein gewisser "Alek", seine Mittelsmänner sollen "Jarek" und "Marko" heißen. Der Richter verdonnerte den Polen zu fünf Jahren Haft wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (Lie)

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