Auf der Strecke war der Monegasse klar der Schnellste. Leclerc setzte sich im Zeittraining am Samstag mit einem Vorsprung von knapp drei Zehntelsekunden auf Weltmeister Max Verstappen durch.
Allerdings musste Leclerc um seine elfte Karriere-Pole zittern. Denn die Stewards hatten nach dem Qualifying eine Untersuchung gegen den Monegassen eingeleitet. Der Ferrari-Pilot fuhr während einer In-Lap deutlich zu langsam, überschritt die höchstzulässige Zeit von 1:36,0 klar.
Doch Leclerc kam mit einem Freispruch davon. Denn der Ferrari-Pilot hatte die beanstandete Runde zunächst als Cooldown-Lap, um die Reifen wieder ins Temperaturfenster zu bekommen, begonnen. Diese Runde unterliegt keinen Einschränkungen. Weil während der Runde plötzlich viel Verkehr auf der Strecke auftrat, entschied sich der WM-Führende kurzfristig, in die Box zu fahren. Erst dadurch wurde aus der Runde eine In-Lap. Die wurde von den Rennkommissaren aber nicht beanstandet.
Auch Alfa-Romeo-Pilot Guanyu Zhou wurde dasselbe Vergehen vorgeworfen. Auch der Chinese kam ohne Strafe davon. Genauso wie Red-Bull-Pilot Sergio Perez. Der Mexikaner musste ebenfalls bei den Kommissaren erscheinen, weil ihm vorgeworfen wurde, unter gelber Flagge nicht signifikant verlangsamt zu haben. Daten zeigten aber, dass er 50 Meter früher bremste und die Kurve langsamer durchfuhr.
Williams-Pilot Alexander Albon wurde hingegen disqualifiziert. Der Williams-Pilot, der bereits im ersten Qualifying-Abschnitt ausschied, hatte nicht genug Benzin im Tank, um die notwendige Treibstoff-Probe zu entnehmen. Albon darf aber trotzdem am Grand Prix teilnehmen, allerdings vom letzten Startplatz aus.