Pole stirbt bei Tauchunfall im Attersee

Bild: Google Maps

Ein polnischer Sportler ist am Mittwochvormittag bei einem Tauchunfall im Attersee ums Leben gekommen. Der Mann, der alleine im Wasser war, trieb im Bereich Seefeld in Steinbach plötzlich leblos im Wasser. Seine Frau schlug Alarm. Reanimationsversuche scheiterten.

Details zum Unfallhergang und zur Ursache waren vorerst nicht bekannt. Der Verunglückte dürfte dem Vernehmen nach aber "sehr tief" getaucht sein. Gregor Bockmüller von der Tauchschule "Under Pressure" in Weyregg, deren Service der Pole nutzte, vermutet einen technischen Defekt, da die Flaschen des Mannes komplett leer gewesen seien, als er nach 15 Minuten auftauchte.

Mann tauchte alleine: "Unüblich"

Der Pole sei ein "technischer Taucher" und damit Extremsportler gewesen. Dass er alleine unterwegs war, sei dennoch nicht üblich. Bockmüller nimmt an, dass der Verunglückte bis in eine Tiefe von 100 Metern gelangt war. "Das ist ungefähr so, wie wenn man auf einer Autobahn mit 250 km/h fährt und nicht mit normalem Sporttauchen vergleichbar."

Bockmüller betonte, dass seine Schule dem Polen nur die Flaschen befüllt, dieser aber das Gerät selbst mitgebracht habe. Zufällig in der Nähe anwesende Cobra-Spezialisten nahmen das Equipment des Toten unter die Lupe. Ergebnisse dazu waren vorerst nicht bekannt.

Reanimation erfolglos

Der Taucher sei etwa 50 Meter vom Ufer entfernt an der Wasseroberfläche getrieben, schilderte Walter Höllermann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Unterach. Die Einsatzkräfte seien mit einem Boot hinausgefahren und hätten den reglosen Mann ans Ufer gebracht. Dort versuchte der Notarzt, den Polen wiederzubeleben, allerdings ohne Erfolg.

Am Attersee haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche teils letale Tauchunfälle ereignet. Der Pole ist heuer das erste Todesopfer.

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