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Sexualstraftäter-Daten für jeden nun einsehbar

Das polnische Justizministerium hat zum Schutz von Opfern ein Register mit Daten von Sexualstraftätern ins Netz gestellt.
Heute Redaktion
13.09.2021, 22:04

Die Datenbank, die seit Jahresbeginn auf der Homepage des Justizministeriums von Polen online abrufbar ist, enthält Daten wie Namen, Geburtsorte, Aufenthaltsorte, Fotos sowie Informationen über die Taten, die jene Sexualstraftäter begangen haben. Rund 800 verurteilte Verbrecher, vor allem Pädophile, die Kinder unter 15 Jahren missbraucht haben, finden sich auf jener öffentlich zugänglichen Liste.

Den Zugang zu den Daten von weiteren 2.600 Sexualstraftätern, die unter anderem auch wegen Kinderpornografie verurteilt wurden, dürfen nur bestimmte Behörden und Institutionen nach vorheriger Registrierung einsehen. Das Justizministerium empfiehlt vor allem Schuldirektionen die Überprüfung der Datenbank. Denn würden verurteilte Sexualstraftäter zur Arbeit mit Kindern eingestellt, drohen Geld- oder Haftstrafen.

Recht auf Kinderschutz vor Anonymität

Das Register, das laufend aktualisiert wird, diene dazu, Kriminelle besser zu kontrollieren und Verbrechen so vorbeugen zu können. Das Justizministerium darf jene Liste legal ins Netz stellen, weil das Recht auf Schutz von Kindern über der Anonymität von Verbrechern steht.

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Polen folgt damit dem Beispiel aus den USA. Dort können Bürger schon seit mehreren Jahren Informationen (Namen, Fotos, Anschrift) über verurteilte Sexualverbrecher online abrufen.

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(red)

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