Heute startet die Koalition ihre Arbeitsgruppe zum Wahlkampf-Thema Wohnen. Den ersten Schlagabtausch gab es bereits am Tag davor. ATV-Journalist Martin Thür berichtete in seinem Blog, dass Vizekanzler Michael Spindelegger am Anfang seiner Karriere elf Jahre lang in einer 93-m2-Gemeindewohnung in der Hinterbrühl (NÖ) gewohnt hatte - und dafür (nach heutigen Maßstäben gerechnet) 495 Euro Monatsmiete zahlte.
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Die SPÖ nahm die Steilvorlage dankbar auf (Spindelegger hatte Gehalts-Checks in Gemeindebauten verlangt), verbreitete die Story im Web, auch auf Twitter wurde heftig gezwitschert. Das Büro des Vizekanzlers zeigte sich empört. Es habe sich nicht um eine "Gemeindebauwohnung im herkömmlichen Sinn" gehandelt, sondern um eine "Starter-Wohnung" für Junge.
Zudem sei Spindelegger die ersten vier Jahre in der Wohnung noch gar kein Politiker gewesen, habe wie bei einer Genossenschaftswohnung 180.000 Schilling anzahlen müssen. Später habe er freiwillig mehr bezahlt, einen Teil sogar gespendet. 1999 zog Spindelegger dann aus. Klingt nach Sturm im Wasserglas.