Österreich

Polit-Prozess: Urteil im Herbst

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:01

Zur unendlichen Geschichte wird nun offensichtlich der Schlepper-Prozess gegen den ehemaligen Landtagsmandatar und Landlerhilfe-Chef Otto Gumpinger (52): Am Dienstag erschien kein einziger Zeuge der Anklage vor dem Linzer Landesgericht. Jetzt sollen via Videokonferenz Moldawier zur Causa Gumpinger aussagen.

Bereits am Montag war, wie berichtet, der Andrang der Zeugen bescheiden: Die Verteidigung lud insgesamt acht vor, gekommen waren nur zwei - darunter ein Privat-Detektiv, den Gumpinger selbst für Recherchen angeheuert hatte. Die Bilanz der Anklage-Zeugen fiel am Dienstag dann noch dürftiger aus. Da niemand erschien, wurde die Verhandlung auf unbestimmte Zeit vertagt. Aller Wahrscheinlichkeit nach soll das nicht rechtskräftige Urteil im Herbst neuerlich verhandelt werden, eventuell erst nach der Landtagswahl am 27. September. Gumpinger war 2007 wegen Schlepperei und Veruntreuung zu zwei Jahren verurteilt worden. Der Staatsanwalt wirft dem derzeit ohne Gehalt karenzierten Landesbeamten vor, in seiner Funktion als Landlerhilfe-Chef 27 Moldawiern illegal die Einreise nach Österreich ermöglicht und dafür je 450 Euro kassiert zu haben. Außerdem glaubt die Anklage, dass Gumpinger 17.000 Euro veruntreut hat.

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