Kanzler Nehammer, seine Frau und die Kinder verbringen ihren Skiurlaub gerade im Osttiroler Kals. Mit dabei: die Familien von Heeresministerin Tanner und Niederösterreich-Landeschefin Mikl-Leitner. Sie alle dürften sich diese Auszeit ruhiger vorgestellt haben. In den vergangenen Tagen tauchten regelmäßig neue Chats auf, die die ÖVP vor dem Start des Korruptions-U-Ausschusses in Bedrängnis bringen – Stichwort "rotes Gsindl".
Ebenso regelmäßig forderte die SPÖ eine Stellungnahme des Kanzlers dazu. Zuletzt mahnte auch SPÖ-Chefin Rendi-Wagner eine solche ein, Geschäftsführer Deutsch forderte gar Neuwahlen. Am Mittwoch legte Deutsch dann via Twitter nach: "Nehammer begeht beim Schiurlaub in den Tiroler Bergen Verantwortungsflucht, taucht unter und schweigt!".
Wie dünnhäutig die ÖVP offenbar mittlerweile ist, zeigte deren Reaktion auf den Tweet. Sie schickte nicht etwa Generalsekretärin Sachslehner zu Nehammers Verteidigung aus. Vielmehr reagierte der Kanzler persönlich auf seinem Twitter-Account auf den "polemischen & untergriffigen Tweet": "Ich werde auch weiterhin einige wenige Tage im Jahr mit meiner Familie verbringen", richtete er dem "lieben Herrn Parteisekretär" aus. Das Twitter-Echo fiel, freundlich formuliert, unfreundlich aus …