Polit-Streit: Floridsdorfer "Tröpferlbad" zu billig ...

Auf dem Areal des ehemaligen Floridsdorfer Tröpferlbades Ecke Brünner Straße/Weisselgasse wurde kürzlich eine neue Wohnhausanlage eröffnet. Die Bezirkspartei "WIFF" kritisiert nun, dass die Immobilie viel zu billig verkauft worden sei.

Auf dem Areal des ehemaligen Floridsdorfer Tröpferlbades Ecke Brünner Straße/Weisselgasse wurde kürzlich eine neue Wohnhausanlage eröffnet. Die Bezirkspartei "WIFF" kritisiert nun, dass die Immobilie viel zu billig verkauft worden sei.

"Es war keine Rede davon, dass es beim Zustandekommen des Grundstückverkaufs durch die Stadt Wien an eine "befreundete" Wohnbaugenossenschaft eher "seltsam" zugegangen sein dürfte", schreibt "WIFF" in einer Aussendung am Montag.

Laut schriftlicher Beantwortung einer diesbezüglichen Anfrage von WIFF sei das Grundstück des ehemaligen Tröpferlbad durch Wohnbaustadtrat Michael Ludwig ohne öffentliche Ausschreibung um 909.000 Euro an eine Genossenschaft verkauft worden.

 "Steuerzahlern Schaden verursacht"

"Wir haben daraufhin Anbote von privaten Bauträgern eingeholt - und danach staunten wir gewaltig", sagt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Denn dieses Grundstück sei für mehr als 2,5 Millionen Euro zu verkaufen gewesen. Die Stadt hätte mit der Städtischen Bücherei auch gleich einen fixen Mieter für das große Gassenlokal mitgeliefert.

"Hier wurde den Wiener Steuerzahlern ein gewaltiger Schaden verursacht, denn den Mehrbetrag hätte man ja durchaus in einen der im Wahlkampf versprochenen neuen Gemeindebauten investieren können", rechnet Schimanek vor und erinnert an eine jüngste Feststellung des Rechnungshofes, wonach die Stadt viele Baugrundstücke zum Schaden der Steuerzahler unter dem wahren Wert verkauft habe.

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