Dafür haben die staugeplagten Autofahrer in Linz nun wirklich kein Verständnis! Die Linzer SPÖ und die Landes-ÖVP streiten um die Finanzierung der neuen Donau-Brücke. Man wirft sich gegenseitig Verzögerung vor.
Etwa 60 Millionen Euro wird die neue Brücke kosten, 2020 soll sie fertig gestellt sein. Doch die Stadt Linz will die Kosten nicht alleine tragen. Allerdings fehlt noch immer eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Oberösterreich, kritisiert die SPÖ. "Im Vergleich zu anderen Infrastrukturprojekten, bei denen das Land kräftig mitfinanziert, werden die Linzer benachteiligt und unfair behandelt", ärgert sich Vize-Bürgermeister Christian Forsterleitner (SPÖ).
Die Landes ÖVP – LH Josef Pühringer ist Finanzreferent – kontert sofort. "Die ÖVP und das Land bekennen sich zu einer neuen Donauquerung. Die Zusage zur Mitfinanzierung steht nach wie vor", so Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer. Zudem sei man schon dabei einen Gesprächstermin auszumachen. "Und außerdem sollte Linz zuerst einmal seine Hausaufgaben machen", so Hattmannsdorfer.
Kein Verständnis für das Hickhack haben die Grünen. "Schluss mit dem unendlichen Brücken-Theater", fordert Verkehrssprecher Severin Mayr. Er befürchtet nämlich, dass man damit eine mögliche Beteiligung des Bundes gefährdet