Eigentlich laufen die Gemeinderatssitzungen im beschaulichen Oberwaltersdorf (Bezirk Baden) mit seinen knapp 5.000 Einwohnern zivilisiert ab, es werden Themen ruhig debattiert, dann wird abgestimmt – am Donnerstag war das aber gänzlich anders.
Der Grund: Ein neuer Mandatar der Bürgerliste Pro-Oberwaltersdorf. Der Politiker war erst kürzlich angelobt worden, es handelte sich um seine erste Gemeinderatssitzung.
Doch der ihm zugeteilte Platz dürfte ihm nicht gut gefallen haben. "Ihm passte der zugeteilte Sitzplatz nicht und er setzte sich neben mich. Da er auf den Platz beharrte, musste ich mich umsetzen", berichtet Bürgermeisterin Natascha Matousek (ÖVP) dem Lokalmedium "Monatsrevue".
Auch, dass man erst spricht, wenn man aufgerufen wird und dass es bestimmte Tagesordnungspunkte gibt, die in einer im voraus festgelegten Reihung besprochen werden, dürfte dem Neo-Mandatar nicht bekannt gewesen sein.
Er habe den Sitzungsverlauf so weit gestört, dass sie gezwungen gewesen sei, die Polizei zu rufen, heißt es seitens der ÖVP-Ortschefin.
Zwei Beamte der Exekutive kamen also, um den Polit-Zwist zu schlichten. Die Sitzung konnte im Anschluss an das klärende Gespräch fortgesetzt werden.