Aufregung herrscht um Pläne des Bürgermeisters von Obertraun, Egon Höll. Er will eine Buddha-Statue auf den Krippenstein (OÖ) stellen. Es gibt Kritik.
Er ist 71 Meter hoch, 28 Meter breit und aus Stein. Der berühmte "Große Buddha von Leshan", der ab dem Jahr 713 in den Stein eines Berges in China gehauen wurde.
Was das mit Oberösterreich zu tun hat? Bis vor kurzem nichts, seit wenigen Tagen doch einiges. Und das liegt an den Plänen von Egon Höll, Bürgermeister von Obertraun.
Er verkündete am 2. Juni auf Facebook, dass er bald auf dem Dachstein/Krippenstein eine Kopie der berühmten Buddha-Statue aufstellen will.
Die rund zwei Meter große Statue ist ein Geschenk der Stadt Leshan, eine Delegation aus China wird am 1. Juli in Obertraun erwartet. "Dann werden wir uns am Krippenstein anschauen, ob es einen Platz gibt, wo wir dieses wertvolle Gastgeschenk für unsere asiatischen Gäste würdig präsentieren können", so Höll im "ORF-OÖ".
Der Große Buddha von Leshan (Provinz Sichuan) ist die größte Statue eines Buddhas aus Stein. Sie wurde ab 713 in den Stein gehauen, ist 71 Meter hoch und 28 Meter breit. Die Skulptur zeigt Maitreya, er gilt im Buddhismus als Buddha der Zukunft.
Ein Zeichen für eine "tolerante Gesellschaft"
Der Buddha auf dem Krippenstein solle signalisieren, "dass wir eine tolerante Gesellschaft sind", und dass der Berg allen gehöre, so der SPÖ-Politiker.
Auf seiner Facebook-Seite musste sich Höll seither auch Kritik gefallen lassen. "Warum muß man ein Reliquiem aus Fernost am Krippenstein aufstellen? Kommen unsere Gäste nicht um unsere Geschichte und unsere Kultur zu sehen und nicht eine billige Kopie der ihren?", fragte ihn ein User.
Hintergrund dürfte jedenfalls ein finanzieller sein. Das Salzkammergut ist bei Gästen aus Asien sehr beliebt.
"Österreichweit hat sich die Anzahl der Gäste aus China seit 2010 mehr als vervierfacht, auch Oberösterreich weist hohe Zuwächse auf", heißt es etwa auf der Website des Tourismusverbandes OÖ.
(red)