Auch in Österreich wird der gebürtige Ungar und Jude George Soros immer wieder Opfer antisemitischer Verschwörungserzählungen, Lügen und Anfeindungen. Ein Grund dafür ist sein enormes Vermögen: Mehrere Milliarden US-Dollar liegen in seinen Stiftungen. Die Kontrolle darüber hat der 92-Jährige nun seinem Sohn Alexander übertragen.
Dieser sagte im Interview mit dem "Wall Street Journal", dass er "politischer" sei als sein Vater. Eines der größten Ziele des 37-Jährigen ist es, eine mögliche Wiederwahl von Ex-US-Präsident Donald Trump zu verhindern. Im Zentrum wird dabei wohl die Open Society Foundations (OSF) stehen, mit der verschiedene Organisationen, Projekte und auch Parteien unterstützt werden.
Alexander rechtfertigt das Engagement damit, dass die andere Seite eben auch auf vermögende Geldgeber setze, weswegen man nachziehe müsse. Idealzustand sei freilich eine stärkere Entkoppelung von Politik und Geld. Bis dahin werden mit dem Vermögen Anliegen wie ein Recht auf Abtreibung und eine stärkere Wahl-Teilnahme von Minderheiten vorangetrieben.