Polizei beschlagnahmt 780.000 Euro in Apres-Ski-Hütte

Bei einer Hausdurchsuchung konnte eine enorme Summe und zahlreiche Sparbücher sichergestellt werden
Bei einer Hausdurchsuchung konnte eine enorme Summe und zahlreiche Sparbücher sichergestellt werdenBMF
Jene Gastro-Familie, der nach einem Fund von Bargeld und dutzenden Sparbüchern Steuerhinterziehung vorgeworfen wurde, räumte das Vergehen ein. 

Nach einem Schwarzgeld-Fund gigantischen Ausmaßes in einer Apres-Ski-Location in Flachau, zeigen sich die Besitzer des Gastro-Betriebs geständig zum Vorwurf der Steuerhinterziehung. Gefunden hatte die "Finanz" das Schwarzgeld und die zahlreichen Sparbücher bereits 2019. An die Öffentlichkeit gingen sie allerdings erst vor wenigen Wochen. Nun erhob sie Staatsanwalt Anklage. 

2,8 Millionen Euro auf insgesamt 206 Sparbüchern hatte die Familie vor der Steuer versteckt. Bei der Razzia konnten die Beamten der Finanzpolizei zusätzliche 780.000 Euro in bar sicherstellen. 

34.000 Euro "Taschengeld"

Wie von "Heute" berichtet fahnden die Ermittler allein 34.000 Euro im Sakko des Wirts eingenäht. Dieser gab damals lapidar "Taschengeld" zu Protokoll. Wie die "Krone" nun berichtet, erhob die Staatsanwalt Salzburg jetzt Anklage wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Insgesamt gehe es um eine Summe von 3,2 Millionen Euro.

Die "Krone" zitiert Behördensprecherin Elena Haslinger, die angibt, dass sich die beiden Beschuldigten im Zuge des Ermittlungsverfahrens geständig zu den Vorwürfen zeigten. Bei den Betroffenen handelt es sich um Mutter und Sohn, wobei die Frau bis 2014 Geschäftsführerin war, ehe der Sohn übernahm. Die Anklage wurde dem Duo am Montag zugestellt, sie ist noch nicht rechtskräftig. 

Den beiden wird vorgeworfen als Chefs des Betriebs zwischen 2011 und 2018 insgesamt 1,4 Millionen Euro an Umsatz- und Körperschaftssteuer unterschlagen zu haben. Außerdem sollen sie der Finanz zwischen 2009 und 2013 etwa 1,3 Millionen Euro an Kapitalertragssteuer vorenthalten haben. Bei weiteren Verstößen sollen auch bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung und bei der Lohnsteuer ein Schaden von 500.000 Euro entstanden sein. Für die beiden gilt die Unschuldsvermutung.  

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