Polizei beschlagnahmt CDs nach "Adele"-Terror

Bild: Reuters

Thomas Alcock ist 18, lebt im Städtchen Dewsbury im englischen West Yorkshire und liebt Adele. Auf die Polizei hingegen ist er nicht gut zu sprechen. Die kamen, schnappten sich seine CD-Sammlung und den Player und konfiszierten alles. Der Grund: Thomas terrorisierte die Nachbarn mit extremer Dauerbeschallung!

Nachbarn regen sich bald einmal auf, dass ihnen etwas zu laut ist, aber Thomas Alcock dürfte es wirklich, wirklich übertrieben haben, wie die "Daily Mail" schreibt. Adele schallte so laut durchs Grätzel, dass bei den Nachbarn das Stiegengeländer wackelte. Nicht etwa mit Heavy Metal oder Techno machte sich der Teenager unbeliebt, sondern mit Adele, die durch ihre sanfte Stimme Millionen von Fans für sich begeisterte.

Bescheid vom Gericht: Dreh deine Musik leiser

Den Nachbarn reichte es irgendwann und sie wandten sich an die Polizei. Am 2. November 2013 bekam Thomas laut Staatsanwältin Samantha Lawton einen Bescheid zugestellt. Darin wurde der 18-Jährige aufgefordert, seine Musik gefälligst etwas leiser zu drehen.

Sachverständiger hörte Musik schon von Weitem

Am 7. November schickte die zuständige Stelle einen Beamten vorbei, um zu kontrollieren, ob der Jugendliche sich an die Vorgaben hält. Der Staatsdiener hört schon von weitem, die musikalischen Begrüßung von Adele, die ihm in voller Lautstärke entgegenschallte. "Im ganzen Haus konnte man es hören und es war unmöglich sich zu entspannen oder fernzusehen", so die Staatsanwältin. Adele-Fan Alcock wurde offiziell verwarnt.

Halb zwei in der Früh: Adele in voller Lautstärke

Doch der Teenager wollte nicht hören. Am 20. November wurden 20 Nachbarn um halb zwei in der Früh durch ein Adele-Ständchen in voller Lautstärke aus dem Schlaf gerissen. Es sollte nicht die letzte Musikeinlage der Grammy-Gewinnerin sein. Noch vier Mal drehte Thomas in den nächsten Tagen die Stereoanlage voll auf, dann kam endlich der Gerichtsbeschluss, der Ruhe in der Nachbarschaft einkehren ließ.

CDs von Papa geerbt - jetzt hat sie die Polizei

Die Polizei klopfte bei Alcock an und packte sein "Folter"-Equipment zusammen. Thomas wollte anfangs seine Schätze nicht hergeben und meinte, er hätte die CDs von seinem verstorbenen Vater geerbt. Den Cops war das aber herzlich egal.

Happy End: 325 Euro und ein Umzug

Inzwischen ist Thomas Alcock umgezogen. Seine Nachbarn haben sich diesen Freundentag wahrscheinlich rot im Kalender markiert. Die Kosten des Adele-Kriegs: Rund 130 Euro Strafe, rund 170 Euro für die entstandenen Kosten und rund 25 Euro Entschädigung für die Opfer.

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