Die Polizei schildert in ihrem Bericht: "Nach Erhebungen wegen Verdachts des Besitzes eines Lichtbildes mit kinderpornographischer Darstellung gegen einen 16-Jährigen wurde dessen Mobiltelefon von Polizisten sichergestellt und ausgewertet".
Was die Beamten fanden, ist kaum zu glauben: "Im Zuge der Auswertung konnten in diversen WhatsApp-Chats mehrere Lichtbilder und Videos festgestellt werden, welche den Verdacht des Verbotsgesetz bzw. der Verhetzung ergaben".
Folge: Es wurden von Beamten der Polizeiinspektion Sankt Georgen an der Gusen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Linz weitere sieben Handys sichergestellt und ausgewertet.
"Bei der Sicherstellung des Mobiltelefons eines 15-Jährigen kam es zu einem Widerstand gegen die Staatsgewalt, Schwerer Körperverletzung bzw. zur Unterdrückung eines Beweismittels, wobei der Bursch den Beamten das bereits sichergestellte Mobiltelefon aus der Hand riss, damit zu Fuß flüchtete und das Mobiltelefon verschwinden ließ, bevor er festgenommen werden konnte".
Bei dieser Amtshandlung wurde eine Polizistin leicht verletzt.
"Bei den weiteren Erhebungen konnten mehrere Fotos und Videos, eine große Anzahl von Bildern mit nationalsozialistischem Gedankengut und Bildern, welche den Tatbestand der Verhetzung erfüllten, sichergestellt werden. Weiters wurden diverse Bilder und Videos mit kinderpornographischen Darstellungen festgestellt", so die Polizei.
➤ Insgesamt wurden 25 Personen wegen Verdachts des Verbotsgesetzes, 14 Personen wegen Verdachts der Pornographischen Darstellung Minderjähriger und sechs Personen wegen Verdachts der Verhetzung angezeigt.
➤ Außerdem wurden "eine große Anzahl" Sachbeschädigungen und mehrere Diebstähle von Verkehrszeichen im Ortsgebiet von Sankt Georgen an der Gusen geklärt.
➤ Die Schadenshöhe belief sich dabei laut der geschädigten Gemeinde Sankt Georgen und ÖBB Infrastruktur auf mindestens 2.330 Euro.
➤ Eine 15-Jährige wurde wegen Verdachts der Urkundenfälschung angezeigt. Grund: Sie veränderte das Geburtstdatums auf ihrem Jugendnetzticket.
➤ Ein 17-Jähriger wurde wegen Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt. Er blendete Autofahrer mit einem leistungsstarken Laser.
➤ Außerdem wurden zwölf Personen nach dem Suchtmittelgesetz (Erwerb, Besitz und Weitergabe von Marihuana, Ecstasy und Xanax) angezeigt.
"Bisher wurden insgesamt 68 Delikte nach dem Strafgesetzbuch und den strafrechtlichen Nebengesetzen angezeigt", so die Polizei abschließend. Alle Beteiligten stammen aus den Bezirken Perg, Urfahr-Umgebung und Linz-Land.