Österreich

Polizei entdeckt zwei Indoor-Hanfplantagen

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:27

Gleich zwei jahrelang betriebene Cannabis-Indooranlagen hat die Polizei in Niederösterreich sichergestellt. Eine befand sich in einem Wohnhaus in Altlengbach (Bezirk St. Pölten), eine zweite, etwas kleinere, im Bezirk Gänserndorf. Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen wurden 22 Suchtmittelkonsumenten ausgeforscht.

In Altlengbach wurde in einem Wohnhaus eine Anlage mit 780 Cannabispflanzen (getrocknet sieben Kilo Cannabiskraut) vorgefunden. Ein 53-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten steht im Verdacht, die Hanfstauden zur Marihuanagewinnung seit etwa zehn Jahren gewerbsmäßig gezüchtet zu haben. "Mit dem Suchtmittelverkauf dürfte er größtenteils seinen Lebensunterhalt bestritten haben", berichtete die Landespolizeidirektion am Mittwoch. Er soll insgesamt 171 Kilo Marihuana produziert und gewinnbringend zu einem Grammpreis von fünf Euro weiterverkauft haben. Er wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Bei der Einvernahme zeigte er sich teilgeständig.

Kleindealer

Die zweite Indoor-Planatage mit 55 Cannabispflanzen und 55 Setzlingen wurde an der Wohnadresse eines 45-Jährigen im Bezirk Gänserndorf vorgefunden, der gemeinsam mit seiner 46 Jahre alten Frau verdächtigt wird, die Anlage seit 2007 zu betreiben. Neben der Ernte für den Eigengebrauch soll der Mann das Cannabiskraut auch weiterverkauft haben.

Vier Suchtmittelgroßabnehmer des 53-Jährigen aus dem Bezirk St. Pölten - aus Wien-Umgebung (53) und aus Wien (18, 44, 47) - sind ebenfalls ausgeforscht worden. Sie sollen zum Teil große Mengen des erworbenen Marihuanas gewinnbringend im Stadtgebiet von Wien und im Bezirk St. Pölten weiterverkauft haben. Das Quartett wurde ebenso wie das Paar aus dem Bezirk Gänserndorf angezeigt. Die Beschuldigten waren teilgeständig. Die 22 mutmaßlichen Konsumenten wurden der jeweils zuständigen Staatsanwaltschaft angezeigt.

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