Polizei fälschte Sex-Anzeige gegen Assange

Diese Anschuldigung kommt nicht von irgendwem: Nils Melzer ist UNO-Sonderberichterstatter für Folter und fand heraus, dass Schwedens Polizei den Wikileaks-Gründer reingelegt hat.

Melzer (spricht perfekt Schwedisch) stöberte in den Dokumenten der Polizei und fand schwarz auf weiß, dass die Anschuldigungen von zwei angeblichen Vergewaltigungsopfern auf Befehl von oben gefälscht wurden, sagte er dem Schweizer Magazin "Republik". Eine Frau, die laut eigener Aussage ungeschützten Sex mit Assange hatte, wollte auf einer Polizeistation wissen, ob man ihn zu einem HIV-Test zwingen könne. Die Beamten sagten ihr, sie sei vergewaltigt worden, doch sie weigerte sich, diese Version zu unterschreiben. Später fälschte ein Kriminalkommissar ihre Aussage.

Die Polizei spielte diese "Vorwürfe" der Presse zu, sprach von einem zweiten Fall; diese Frau wurde aber erst einen Tag später einvernommen und auch ihre Aussage sei verdächtig, sagt Melzer. Assange bot mehrmals an, selbst auszusagen, doch die Polizei wimmelte ihn stets ab. Als er – mit Erlaubnis der Staatsanwaltschaft – Schweden für eine Konferenz in Deutschland verließ, wurde am selben Tag ein internationaler Haftbefehl wegen seiner "Flucht" erlassen.

Laut Melzer versuchte Schweden gezielt, den USA zu helfen. Die wollen ihn wegen Aufdeckung von US-Kriegsverbrechen im Irak wegsperren.

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