Leninguer Raymundo Carballido Morales hält alle anderen für Trottel: Seit 2004 wird er wegen einer Massenvergewaltigung gesucht, seit 2010 ist er für tot erklärt. Nun trat er bei einer Bürgermeisterwahl an - und gewann. Kurz nachher klickten die Handschellen.
Mit seiner Teilnahme an den jüngsten Regionalwahlen in Mexiko hat der mutmaßliche Vergewaltiger die Ermittler erst auf seine Spur gebracht. Leninguer Raymundo Carballido Morales sei im Bundesstaat Oaxaca im Südwesten des Landes festgenommen worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit.
Am 7. Juli hatte der Mann in der Ortschaft San Agustin Amatengo die Bürgermeisterwahl gewonnen. Die plötzliche Popularität wurde Carballido nun zum Verhängnis. Seit 2004 wird er wegen Vergewaltigungsvorwürfen gesucht. Er soll bei einer Massenvergewaltigung mitgemacht haben.
2010 legte sein Anwalt den Behörden eine Todesurkunde vor, wie "Blick" schreibt. Laut dem Dokument soll Morales ins diabetische Koma gefallen und danach eines "natürlichen Todes" verstorben sein. So konnte der Anwalt erreichen, dass der Haftbefehl ausgesetzt wurde.
Weil er aber in der Politik Karriere machen wollte, holen ihn nun die Sünden der Vergangenheit ein.
APA/red.