Österreich

Polizei fasst schlafende Serien-Einbrecher auf A10

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:00

Salzburger Polizisten gelang am Samstag in der Früh ein Coup im Schlaf: Bei der Autobahnraststation Golling im Tennengau fassten die Beamten zwei mutmaßliche Serien-Einbrecher, die in einem Auto sanft schlummerten. Die beiden Männer aus Bosnien stehen unter Verdacht, in den letzten Wochen eine Reihe von Wohnwägen und Wohnmobile geknackt zu haben. Das Duo - beide Männer sind 31 Jahre alt - schlug dabei meist entlang der Tauernautobahn zu.

Salzburger Polizisten gelang am Samstag in der Früh gegen 5.30 Uhr ein Coup im Schlaf: Bei der Autobahnraststation Golling im Tennengau fassten die Beamten zwei mutmaßliche Serien-Einbrecher, die in einem Auto sanft schlummerten. Die beiden Männer aus Bosnien stehen unter Verdacht, in den letzten Wochen eine Reihe von Wohnwägen und Wohnmobile geknackt zu haben. Das Duo - beide Männer sind 31 Jahre alt - schlug dabei meist entlang der Tauernautobahn zu.

Seit Mitte Juni 2013 war es entlang der A10 in Salzburg und Kärnten immer wieder zu Einbrüchen in abgestellte Camping-Fahrzeuge gekommen. Auch von der Inntal- und der Brennerautobahn wurden verstärkt Diebstähle aus Wohnmobilen und Wohnwägen gemeldet. Die Täter brachen dabei stets die Schlösser der Fahrzeuge auf und ließen sich auch nicht davon stören, dass die Geschädigten oft im Fahrzeug schliefen. Dabei wurden meist Bargeld, Handys und Digitalkameras entwendet, die Diebstähle wurden von den Betroffenen oft erst auf der Weiterreise oder beim ersten Einkaufen nach dem Stopp bemerkt.

Die Polizei reagierte auf die Vorfälle und intensivierte die Kontrollen entlang der Autobahn. Tatsächlich fiel Beamten der Schengenfahndung am Samstag gegen 5.00 Uhr früh ein blauer Pkw bei der Raststation Golling auf. Im Fahrzeug fanden die Polizisten nicht nur die beiden schlafenden Bosnier, sondern auch fünf Mobiltelefone, Werkzeug und knapp 500 Euro Bargeld. Drei der Telefone konnten dabei einem Einbruch in ein Wohnmobil im Lungau in der selben Nacht zugeordnet werden. Für die beiden Männer klickten die Handschellen.

Die mutmaßlichen Täter werden derzeit noch von der Polizei einvernommen, einer soll bereits ein Geständnis abgelegt haben. Aktuell konnten dem Duo fünf Einbrüche nachgewiesen werden, die Polizei prüft, ob sie für weitere Taten infrage kommen. Die Bosnier gaben an, an der Raststation eine Runde im Auto geschlafen zu haben, um sich nach mehreren Einbrüchen in der Nacht auszuruhen.

APA/red.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen