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Polizei findet Leichen und Giftschlangen in Keller

Die Kantonspolizei Bern fand in einem Kellerabteil in Thun zwei tote Männer. Daneben entdeckte sie mehrere verendete Giftschlangen.

20 Minuten
Beim Betreten des Kellerabteils fanden die Einsatzkräfte zwei tote Männer und mehrere verendete Reptilien.
Beim Betreten des Kellerabteils fanden die Einsatzkräfte zwei tote Männer und mehrere verendete Reptilien.
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Am Dienstagabend um etwa 19.35 Uhr rückte die Kantonspolizei Bern nach einer Meldung in die Länggasse in Thun in der Schweiz aus. Die Polizistinnen und Polizisten stellten fest, dass sich im Bereich eines Kellerabteils Rauch gebildet hatte. Die Feuerwehr Thun brachte die Entwicklung unter Kontrolle, wie die Kapo in einer Medienmitteilung schreibt. "Im Zuge von ersten Abklärungen vor Ort ergaben sich Hinweise, dass im betreffenden Kellerabteil mehrere Reptilien, darunter auch Giftschlangen, gehalten wurden", heißt es in der Aussendung. Wie Mediensprecherin Jolanda Egger auf Anfrage von "20 Minuten" sagt, steht ein möglicher illegaler Handel mit Giftschlangen derzeit nicht im Zentrum der Abklärungen.

Beamte fanden zwei tote Männer und verendete Reptilien

Die Einsatzkräfte zogen Fachleute bei, bevor sie die Räume betraten. Wie Egger weiter sagt, vor allem aus Sicherheitsgründen, weil nicht klar war, wie gefährlich die Tiere im Kellerabteil allenfalls sind. Dass auch Menschen drinnen waren, war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Von außerhalb des Kellerabteils seien keine Flammen sichtbar gewesen, so Egger weiter. Im Kellerabteil drin fanden die Einsatzkräfte zwei verstorbene Personen und mehrere verendete Reptilien. Einige noch lebende Tiere konnten laut Angaben der Kantonspolizei rausgeholt und in eine Tierklinik gebracht werden. Es sei nicht davon auszugehen, dass Tiere entwichen sind.

Das sagen die Hausbewohner

Wie eine "20 Minuten"-Reporterin vor Ort sagt, riecht es im Haus immer noch sehr stark nach Rauch. Laut einer Bewohnerin des Hauses hatten die beiden Männer nur das Kellerabteil gemietet, wohnten aber ansonsten nicht im Haus. "Ich wusste davon bis vor Kurzem nichts", sagt ein Bewohner des Hauses. "Es gibt einem schon zu denken. Zum Glück habe ich einen Mitbewohner, mit dem ich darüber reden kann. Es überwältigt mich richtig, zu realisieren, dass ich nicht wusste, dass im Haus nebenan Reptilien im Keller lungerten. Es ist krass, dass da einfach wenige Meter neben meiner Wohnung zwei Männer gestorben sind. Gekannt habe ich sie aber nicht."

Ein weiterer Bewohner wusste ebenfalls nichts von Giftschlangen im Keller: "Hätte ich gewusst, dass im Keller unseres Gebäudes Reptilien sind, wäre mir das schon vorher unheimlich gewesen." "Es ist schrecklich, dass so etwas gleich nebenan passiert. Gestern standen wir eineinhalb Stunden draußen und wussten von nichts. Erst heute Mittag habe ich erfahren, dass so nah an meinem Daheim zwei Männer gestorben waren", sagt eine Nachbarin. "Wenn man durchs Kellerfenster reinschaute, konnte man erkennen, dass Reptilien drin waren."

"Umfangreiche Ermittlungen"

Die Kantonspolizei Bern hat noch in der Nacht erste umfangreiche Ermittlungen zu den Ereignissen getätigt. Die Identität der beiden verstorbenen Personen ist demnach bekannt, allerdings steht die formelle Identifikation noch aus. Konkrete Hinweise auf eine Dritteinwirkung liegen aktuell nicht vor. Weiterführende Ermittlungen, insbesondere zur Ursache der Rauchentwicklung im Kellerabteil, sind im Gang. Auch die Klärung der genauen Todesursache der beiden Verstorbenen bildet Teil der nun laufenden Ermittlungen unter der regionalen Staatsanwaltschaft Oberland.

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