Unbekannte haben am Mittwoch Böller in einem Lüftungsschacht eines Gemeindebaus in die Luft gejagt und damit schwere Schäden verursacht. Der Eingangsbereich der Wohnhausanlage glich einem Trümmerfeld, in der Mauer klaffte ein riesiges Loch.
"Heute"-Leser Marvin* (Name von der Redaktion geändert) staunte selbst, als er am Mittwoch das verheerende Ausmaß sah. Er wohnt seit Jahren in der Nähe: "Was hier vor und nach Neujahr seit Jahren abgeht, ist echt nicht mehr normal. Teilweise wird so laut mit Böllern und anderer Pyrotechnik in der Nähe geschossen, dass man daheim die Druckwellen spürt", sagt er gegenüber unserer Community-Redaktion.
Die Wiener Polizei wurde nach diesem Vorfall ebenfalls aktiv. Freitagabend folgte die knallharte Gegenreaktion der Uniformierten: Beamte des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf und der Bereitschaftseinheit Wien führten zwischen 16 und 22 Uhr einen Pyrotechnikschwerpunkt durch. Besonderes Augenmerk wurde auf die Einfuhr und den etwaigen Handel von illegaler Pyrotechnik gelegt.
Und dabei wurden die Beamten mehr als fündig.
"Aufgrund des engagierten und professionellen Einschreitens aller Einsatzkräfte ist es gelungen, abermals einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in Wien zu leisten", zieht die Wiener Polizei erfreuliche Bilanz.
Die Exekutive warnt im selben Atemzug ausdrücklich vor dem Gebrauch nicht zugelassener Böller sowie unsachgemäßer Verwendung von Feuerwerk. Die meisten Unfälle und gefährlichen Vorfälle mit pyrotechnischen Erzeugnissen seien auf Sorglosigkeit, Unachtsamkeit sowie nicht bestimmungsgemäße oder missbräuchliche Verwendung zurückzuführen.
"Besonders die verbotene und leichtsinnige Handhabung von Pyrotechnik aus dem Ausland, ohne erforderlicher Qualitäts- und Zulassungskriterien, birgt großes Gefahrenpotenzial", mahnen die Gesetzeshüter.
Bei Verstößen gegen Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes drohen dem Verwender, neben möglichen strafrechtlichen Konsequenzen, auch empfindlich hohe Geldstrafen.