Seit 2019 hat ein Team aus internationalen Ermittlerinnen und Ermittlern daran gearbeitet, einen Online-Ring von mehreren Missbrauchstätern das Handwerk zu legen. Am Mittwoch wurde die Aktion von den Beamtinnen und Beamten erfolgreich abgeschlossen.
Dabei gelang es der Polizei, mehr als 90.000 Online-Konten, über die Kinderpornographie verbreitet wurde, zu identifizieren und auszuschalten. Die Operation "Heketara" war demnach ein voller Erfolg im Kampf gegen Kinderpornographie und Missbrauch. Dabei wurden auch 64 Verdächtige in Österreich ausgeforscht.
Unter ihnen soll auch ein Salzburger sein, der seine sechsjährige Tochter bereits mehrfach missbraucht haben soll. Der Verdächtige in diesem Fall wurde dafür inzwischen gerichtlich verurteilt. Laut Informationen der "APA" soll dabei jedes Bundesland betroffen sein.
International hatte die Leitung das neuseeländische Te Tari Taiwhenua Department of Internal Affairs (DIA). Für Österreich war das Referat für Sexualstraftaten und Kinderpornografie im Bundeskriminalamt seit 2020 an den Ermittlungen beteiligt. Insgesamt wurden mehrere 100 Ermittlungen in die Wege geleitet. Im Vorjahr kam es in Österreich zu 1.921 Anzeigen wegen pornografischer Darstellungen Minderjähriger bei der Polizei. Die Aufklärungsrate bei diesen Fällen ist dabei mit 92,4 Prozent besonders hoch. Zuletzt stieg diese Rate erneut um 2,6 Prozent.