Digital

Polizei-Gewerkschaft erwägt nach Datenleck Sammelklage

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:31

Nach der Veröffentlichung von persönlichen Daten tausender Polizisten denkt die Gewerkschaft nun über eine Sammelklage nach. Die Interessensvertretung befürchtet durch das Datenleck eine erhöhte Gefährdung der Beamten.

In der Nacht auf Montag veröffentlichte Anonaustria persönliche Daten von etwa 25.000 Polizisten. Die Polizei-Gewerkschaft erwägt nach dem Vorfall eine Sammelklage. "Wir werden am Freitag darüber entscheiden", sagte der Vorsitzende Hermann Greylinger.

"Unser Gegenüber ist nicht immer sanft"
Stellen, die über sensible Daten verfügen, müssten nun alles unternehmen, damit solche "Leaks" nicht mehr vorkommen können. "Koste es, was es wolle", so Greylinger. Der Gewerkschafter machte klar, dass der Datenklau für Beamte weit mehr als nur ärgerlich ist. "Unser Gegenüber ist nicht immer sanft, Drohungen gehen immer wieder ein", betonte Greylinger. Dass sich nun auch die Wohnanschriften im Netz finden, erhöht die Gefährdung der Polizisten.

Derzeit ist noch unklar, ob der Computer mit den betroffenen Daten gehackt wurde oder ob die Namen und Adressen illegal weitergegeben wurden. Das Innenministerium prüft beide mögliche Tatbestände. Das Ministerium wollte nicht bestätigen, dass die Daten wahrscheinlich von dem Verein IPA stammen, bei dem beinahe alle aktiven Beamten und viele Pensionisten Mitglied sind, sondern spricht weiter nur von einem "polizeinahen Verein".

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