Wie angespannt die Lage um Wohnhauseinbrüche in Niederösterreich derzeit ist, zeigt ein Großeinsatz der Polizei am Christtag in Wiener Neustadt. Zehn Beamte stürmten mit gezogenen Waffen ein Grundstück. Ursache: Ein Passant hatte spielende Jugendliche für bewaffnete Täter gehalten und die Exekutive alarmiert.
In Wiener Neustadt beobachtete am Christtag ein Spaziergänger zwei Gestalten mit Kapuzenwesten, die mit Stöcken durch einen Garten schlichen. Der Mann alarmierte die Polizei, kurz darauf traf eine Streife ein. Die Beamten sahen die beiden Verdächtigen mit den Stöcken, als diese gerade im Haus verschwanden, forderten per Funk Verstärkung an: „Täter anwesend und bewaffnet“.
Rasch waren zehn Beamte mit gezogenen Waffen vor Ort, umstellten das Haus. Gerade als sie das Gebäude stürmen wollten, eilte ein Mann aus dem Nachbarhaus, das sich am selben Grund befindet, herbei. Er klärte die Beamten auf, dass es sich um seine Neffen (14) handelte, die im Garten spielten und im Haus des Bruders offenbar andere Kinder erschrecken wollten. Ein Betroffener: „Sekunden später hätte die Polizei gestürmt. Es ist niemandem ein Vorwurf zu machen. Aber was passieren hätte können, zeigen die tragischen Ereignisse in Krems.“