Kostet Rechten-Kongress wieder 200.000 Euro?

Die oö. Polizei rüstet sich für den Rechten-Kongress am 3. März im Wasserschloss Aistersheim (Bez. Grieskirchen). Rund 1.000 Demonstranten werden erwartet.
Groß war die Aufregung, als bekannt wurde, dass der rechtsnationale Kongress "Verteidiger Europas" heuer im Wasserschloss Aistersheim (Bez. Grieskirchen) stattfinden wird. Auch der Versuch, die Veranstaltung am Samstag aufgrund baupolizeilicher Maßnahmen noch zu verhindern, scheiterte.

Das Mauthausen Komitee Österreich und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus haben im Vorfeld eine verdeckte Recherche im Wasserschloss gemacht. "Der pensionierte Kriminalbeamte Uwe Sailer hat massive Mängel festgestellt, als er das Wasserschloss besuchte", berichteten sie.

Fand der Kongress vor zwei Jahren noch in der Linzer Innenstadt, wurde er heuer in den beschaulichen Ort (888 Einwohner) verlegt. Die Polizei bereitet sich bereits seit längerem auf diesen Abend vor. "Es werden Einsatzkräfte aus ganz Oberösterreich vor Ort sein. Wir sind alle möglichen Szenarien durchgegangen und gerüstet", versichert Bezirkspolizeikommandant Christian Stemmer.

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Laut Polizei haben sich rund 1.000 Demonstranten angekündigt. "Was als harmloses Forum getarnt ist, ist in Wirklichkeit ein Vernetzungstreffen von Rechtsextremen aller Couleur!", warnt Raffael Schöberl, Sprecher des Bündnisses "Linz gegen Rechts" im Vorfeld.

Die Demonstranten wollen sich um 14 Uhr am Dorfplatz in Aistersheim treffen.

Die Anzahl an Beamten hält die Polizei geheim. Fest steht: Beim damaligen Kongress in der Linzer City waren 383 Beamte im Einsatz.

Laut Innenministerium kostete der Einsatz insgesamt 203.000 Euro.

(red)

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