Polizei musste "Tankstellenötzi" aus Heim werfen

Rudolf "Rene" K. alias "Tankstellenötzi" gestern am Bahnhof Felixdorf
Rudolf "Rene" K. alias "Tankstellenötzi" gestern am Bahnhof FelixdorfLenger
Erneut in großer Not ist "Tankstellenötzi" Rudolf K.: Gestern wollte er in einem Heim aufgenommen werden, flog aber hochkant hinaus.

Als „Tankstellenötzi“ hatte Rudolf „Rene“ K. (69) im Sommer 2020 im Raum Wr. Neustadt traurige Bekanntheit erlangt, lebte wochenlang in einem Pkw an einer Tankstelle - mehr dazu hier.

"Wollte gestern in Heim"

Dann wurde er von der Polizei abgeholt („Heute“ berichtete), lebte zuletzt in Pensionen und Bahnhöfen in NÖ. „Am Mittwoch schlief ich bei einem jungen Samariter in Gutenstein. Der gutherzige Mann brachte mich am Donnerstag zur Lebenshilfe nach Sollenau. Dort wollte ich einziehen“, erzählt K.

Polizei führte ihn ab

Aber: Rudolf K. kam völlig unangemeldet, wurde laut und aggressiv, die Polizei musste ihn abführen. Von der Lebenshilfe hieß es : „Er stand plötzlich mit Sack und Pack da. Wir sind zuständig für Menschen mit Behinderung, könnten ihn, selbst wenn wir Platz hätten, was wir aber definitiv nicht haben, niemals aufnehmen.“ Von der Lebenshilfe bekam er trotz des Polizeieinsatzes eine warme Mahlzeit und Decken, zog schließlich weiter zum Bahnhof Felixdorf.

"Grob war die Polizei zu mir", klagte Rudolf K. danach sein Leid gegenüber "Heute" beim Besuch des "Ötzis" in der Bahnhofshalle.

"Ich erfriere"

„Bis ich von da auch wieder vertrieben werde und erfriere. Das Scheiß-Virus dazu macht meine Situation auch nicht einfacher“, so Rudolf K., der vor einem Jahr seine Wohnung in Sauerbrunn (Bgld.) verloren hatte. Ob und wer sich um Rudolf K. kümmert, ist ungewiss. Eine Anfrage an die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt (wenn überhaupt zuständig, er ist gebürtiger Burgenländer, Anm.) blieb bis dato unbeantwortet.

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