"Unbefristetes Hausverbot"

Polizei, neue Regeln – was sich in Wiens Bädern ändert

Die Wiener Bäder setzen auch heuer auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen. Neben Polizeipräsenz gilt ein strenger Verhaltenskodex. Die Details.
André Wilding
09.06.2026, 14:59
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Mit den steigenden Temperaturen füllen sich auch die Freibäder der Bundeshauptstadt. Damit der Badespaß möglichst störungsfrei verläuft, setzen die Wiener Bäder erneut auf ein umfassendes Sicherheitskonzept.

Das Thema beschäftigt die Verantwortlichen seit Jahren. Immer wieder sorgten Vorfälle in Freibädern für Schlagzeilen. Besonders Belästigungen von Badegästen rückten dabei in den Fokus. In der vergangenen Saison soll es im Laaerbergbad in Favoriten zu einem schweren Vorfall gekommen sein, bei dem sich fünf Männer an einem jungen Mädchen vergangen haben sollen.

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Polizisten in Zivil

Auch in diesem Sommer wird deshalb eng mit der Polizei zusammengearbeitet. Mitarbeiter und Führungskräfte werden geschult, gleichzeitig zeigen Polizeibeamte rund um die Bäder verstärkt Präsenz.

Neben uniformierten Kräften sind auch Polizisten in Zivil unterwegs. Wie bereits in den vergangenen Jahren erhalten diese freien Eintritt, wenn sie sich bereit erklären, bei Vorfällen einzuschreiten.

"Wer sich danebenbenimmt..."

Zusätzlich gelten in den Wiener Bädern klare Verhaltensregeln. Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) macht gegenüber der "Kronen Zeitung" dabei eine harte Linie deutlich: "Wer sich danebenbenimmt, bekommt unbefristetes Hausverbot".

Einen zusätzlichen Sicherheitsweg beschreitet das Stadionbad im Prater. Dort sind auch heuer wieder professionelle Sicherheitsmitarbeiter auf dem Gelände unterwegs.

Ihre Aufgabe ist es, "um die Einhaltung der Badeordnung zu überwachen", wie es dazu in dem Bericht heißt. Die Securitys patrouillieren auf den weitläufigen Liegewiesen und sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

3 Millionen Badegäste, 92 Polizeieinsätze

Wie oft die Polizei eingreifen musste, zeigen die Zahlen aus dem Vorjahr: Bei mehr als drei Millionen Badegästen kam es im Stadionbad zu 92 Polizeieinsätzen.

Mit Polizei, Securitys und strengeren Regeln wollen die Wiener Bäder dafür sorgen, dass die Abkühlung im Wasser nicht durch Ärger an Land getrübt wird.

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