In den letzten Monaten wurden in Frankreich mehrere Fälle von verstümmelten Pferden gemeldet. Erst am Montag sei eine Stute, die eines natürlichen Todes starb, in der Nähe der Stadt Lyon auf einer Weide entdeckt worden, wie französische und welsche Medien berichten. Ihr fehlten ein Ohr, ein Auge und die Nüstern.
Auch im französischen Jura – unweit der Schweizer Grenze – wurde mindestens ein Fall bekannt, wie die Gendarmerie Jura auf ihrer Facebook-Seite schreibt. Eine Stute wurde tot und verstümmelt aufgefunden. Ein Auge fehlte ihr. "Wir fordern dazu auf, verdächtige Personen in der Nähe von Weiden, Ställen, Zucht- oder Reitzentren zu melden", schreibt die Gendarmerie.
Etwa 15 solcher Fälle gab es in den letzten Monaten in ganz Frankreich, ohne dass die Hintergründe geklärt werden konnten. In den Berichten ist von verstümmelten Eseln, Ponys und Pferden die Rede. Einigen sollen sogar die Organe entnommen worden sein. Die Staatsanwaltschaft von Roanne, die eine Untersuchung eingeleitet hat, spricht von einem Zusammenhang der Vorfälle. "Gab es einen Aufruf im Internet? Wir ziehen alle Möglichkeiten in Betracht", sagt Bruno Wallart, Kommandeur der Riom Gendarmerie Company Mitte Juni.