Welt

Polizei schießt harmlosen Obdachlosen nieder

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:40

Einen besonders drastischen Fall von Polizeigewalt hat die Helmkamera eines Polizisten in New Mexiko eingefangen. Nachdem ein Obdachloser von einer Polizeistreife beim illegalen Campieren aufgegriffen wurde, und der Mann sich weigerte das Gelände zu verlassen, wurde er von den Beamten erschossen.

hat die Helmkamera eines Polizisten in New Mexiko eingefangen. Nachdem ein Obdachloser von einer Polizeistreife beim illegalen Campieren aufgegriffen wurde, und der Mann sich weigerte, das Gelände zu verlassen, wurde er von den Beamten erschossen. Die Helmkamera filmte mit.

Die Polizei hatte auf einer Pressekonferenz zunächst behauptet, die Beamten hätten den Obdachlosen mehrfach aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Er habe sich aber geweigert und die Einsatzkräfte mit Messern bedroht. Dann feuerten die Polizisten eine Blendgranate und ließen einen Polizeihund auf den Mann los. Es folgen mehrere Schüsse. So die Version der Beamten.

Der Obdachlose starb laut US-Medienberichten später in einem Krankenhaus. Um das Vorgehen zu belegen, entschlossen sich die Beamten, das Video zu veröffentlichen - ein Fehler, wie sie erst danach feststellen mussten.

Denn der Clip zeigt ein weit überzogenes Vorgehen: Von dem Obdachlosen geht offensichtlich überhaupt keine Gefahr aus. Als er gerade dabei zu sein scheint, das Gelände zu verlassen, wird er von hinten (!) niedergeschossen. Sein Zögern war sein Todesurteil.

Demonstrationen in Albuquerque

Im Staat New Mexiko haben sich nun vermehrt Demonstranten formiert. Nach einer Demonstration mit mehreren Hundert Teilnehmern in Albuquerque seien in den kommenden Tagen weitere Aktionen geplant, sagte ein Sprecher der Bürgerrechtsgruppe "Answer Coalition" am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

 

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