Polizei schnappt Kopf der Wiener Jugendbande

Bild: Polizei

Die Wiener Polizei hat den Hauptverdächtigen einer Jugendbande, auf deren Kappe zahlreiche Überfälle gehen sollen, geschnappt. Nachdem am Mittwoch ein Foto des Burschen mit dem Spitznamen "Manzur" veröffentlicht wurde, gingen am Abend noch zahlreiche Hinweise zu seiner Identität ein. Am Donnerstagvormittag wurde der 17-Jährige zur Einvernahme abgeholt, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

, auf deren Kappe zahlreiche Überfälle gehen sollen, geschnappt. Nachdem am Mittwoch ein Foto des Burschen mit dem Spitznamen "Manzur" veröffentlicht wurde, gingen am Abend noch zahlreiche Hinweise zu seiner Identität ein. Am Donnerstagvormittag wurde der 17-Jährige zur Einvernahme abgeholt, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

Der Bursche, der Mitglied einer 18-köpfigen Jugendbande sein soll, zeigte sich zu drei Raubüberfällen geständig. Insgesamt werden den Mitgliedern der Gruppe neun Überfälle auf Gleichaltrige angelastet. "Manzur" soll an mindestens vier beteiligt gewesen sein, gab gegenüber den Beamten jedoch an, lediglich bei drei involviert gewesen zu sein. "In der Einvernahme schwächte er alles ab", sagte Keiblinger.

Die Jugendlichen bedrohten bei den Überfällen ihre Opfer mit einer Schusswaffe oder einem Messer und erzwangen die Herausgabe von Geld und oder Handys. Auch verletzten sie mehrere Opfer durch Faustschläge. Von Waffen bei den Taten will "Manzur" nichts mitbekommen haben, sagte er gegenüber den Beamten. Der Bursche wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Auch Jugendbande in Vöcklabruck

Die Polizei hat auch im Bezirk Vöcklabruck fünf Jugendliche ausgeforscht, die mehr als 100 Einbrüche und Diebstähle verübt haben sollen. Um zu den Tatorten zu gelangen, verwendeten sie häufig die Autos ihrer Mütter. Ein 16-jähriger Verdächtiger befindet sich in U-Haft, die übrigen vier wurden angezeigt, teilte die Pressestelle der Polizei Oberösterreich am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Am 2. Jänner dieses Jahres klickten bei zwei Burschen unmittelbar nach einem Einbruchsversuch in ein Sonnenstudio die Handschellen. Im Zuge der Ermittlungen konnten dem Quintett 90 Einbrüche, 17 Diebstähle - u.a. von Kennzeichen - und mehrere Sachbeschädigungen zugeordnet werden. Der seit Jänner 2013 in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden angerichtete Schaden: mehrere tausend Euro.

Verdächtige sind amtsbekannt  

Die Teenager im Alter von 15 bis 17 Jahren, von denen drei bereits mit dem Gericht zu tun hatten, sollen Zeitungskassen geknackt und in Kellerabteile, Firmen, Geschäfte und Baucontainer eingebrochen haben. Zudem wurden abgesperrte Fahrräder gestohlen. Am Weg zu einem Tatort bauten die Jugendlichen einen Sachschadenunfall mit Fahrerflucht. Einmal bastelten sie Molotow-Cocktails und warfen sie auf eine Brücke, um Szenen eines Films nachzustellen.

Der hauptverdächtige 16-Jährige brach den Luftschutzbunker eines Mehrparteienhauses auf, montierte sein eigenes Schloss an der Tür und nutzte die Räumlichkeiten als Schlaflager. Er führte dort auch Arbeiten an Mopeds durch und bewahrte Gerümpel und andere Gegenstände darin auf. Damit möglichst wenig Lärm nach außen drang, füllte er die Lüftungsdurchlässe mit PU-Schaum auf.

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