Polizei setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein

Auf der griechischen Insel Lesbos ist es am Montag zu Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und der Polizei gekommen.

Am Montag demonstrierten auf der griechischen Insel Lesbos rund 2.000 Flüchtlinge gegen die Verschärfung des Asylrechts. Im Zuge der Proteste ging die Polizei mit Tränengas gegen die Migranten vor. Zuvor legte der Protestzug eine Strecke von rund sieben Kilometern zurück. Er marschierte vom Flüchtlingslager Moria bis zum Hafen der Inselhauptstadt Mytilini.

So wollten die Migranten gegen die aus ihrer Sicht unmenschlichen Bedingungen im überfüllten Lager in Moria aufmerksam machen. Weiters forderten sie die rasche Bearbeitung ihrer Asylanträge, umso die Insel verlassen zu können. Auf Bildern, die die Zusammenstöße zwischen den Flüchtlingen und den Sicherheitskräften dokumentieren, ist zu sehen, dass auch Kinder ins geschehen involviert waren.

Hoffnungslos überfüllte Lager

Griechenland kämpft seit Jahren mit der Ankunft von Flüchtlingen. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) war Griechenland im abgelaufenen Jahr das Hauptankunftsland für Flüchtlinge in Europa. In diversen flüchtlingslagern auf den griechischen Ägäis-Inseln befinden sich derzeit mehr als 40.000 Flüchtlinge. Ausgelegt sind sie für 6.200 Menschen.

Angesichts der hohen Zahl geflüchteter Menschen entschied sich die griechische Regierung zu einer Asylrechtsverschärfung. Diese ist seit Jänner in Kraft und sieht kurze und begrenzte Fristen für die Prüfung von Asylanträgen vor, um die Rückführung von Menschen zu beschleunigen. Das gelte vor allem für jene, die "keinen internationalen Schutz benötigen" oder deren Anträge abgelehnt wurden.

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