Gas-Warnung in St. Pölten: So giftig ist Ammoniak

Die Polizei warnte Sonntag vor einem Ammoniak-Austritt in St. Pölten und bat Bürger, zu Hause bleiben. So gefährlich ist das Gas.

In der Zdarskystraße im St. Pöltner Stadtteil Spratzern trat am Sonntagabend gegen 19 Uhr aus noch unbekannter Ursache in einem Unternehmen Ammoniak aus. Die Gas-Wolke zog dabei Richtung Norden. "Haltet eure Fenster geschlossen und bleibt in euren Häusern Wohnungen! Nähere Infos folgen, wir geben Entwarnung sobald die Gefahr gebannt ist", schrieb die Polizei Niederösterreich auf Facebook.

Die Feuerwehr rückte aus und die Polizei bat gleichzeitig darum, die Warnung zu teilen und Bekannte sowie Freunde zu informieren. Gegen 19.30 Uhr gab die Polizei bekannt, dass die Gefahr "grundsätzlich gebannt" sei. "Es erfolgt eine letzte Flutung der betroffenen Bereiche, wobei es noch zu geringfügigen Austritten kommen kann", hieß es. Bürger sollten aber weiter in ihren Wohnungen bleiben und die Fenster geschlossen halten, bis die Feuerwehr endgültige Entwarnung geben kann.

Gefährliches Gas

Wortwörtliches "Aufatmen" dann schließlich kurz vor 20 Uhr: Die Feuerwehr gab Entwarnung. Zwar könne es noch zu Geruchsbelästigung kommen, Gefahr bestünde aber keine. Messungen ergaben zudem, dass die Werte im Freien unter der maximalen Arbeitsplatzkonzentration gelegen waren.

Ammoniak ist eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff. Das Gas ist giftig, riecht stark stechend und wirkt erstickend. Zudem verätzt es Schleimhäute und Augen.

Bei höheren Konzentrationen herrscht akute Lebensgefahr durch Schäden an den Atemwegen und Atemstillstand, hinzu kommen Bewegungs-, Sprach- und Sehstörungen, Verwirrung bis hin zum Koma und Tod. Ammonika ist eine der meistproduzierten Chemikalien und wird vor allem für Düngemittel verwendet. (rfi)

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