Streifenbeamte der Polizeiinspektion Lainzer Straße wurden am Sonntag gegen 02.45 Uhr auf die Fahrweise eines Autolenkers im Bereich Wienerbergerstraße in Wien-Meidling aufmerksam. Der Versuch, den Mann für eine Kontrolle zu stoppen, misslang. Er raste davon!
Lenker rast über rote Ampeln, fährt gegen Einbahnen
"Es folgte eine Verfolgung des Mannes durch die Streifenpolizisten, wobei der Flüchtende etliche Verwaltungsübertretungen beging (massiv überhöhte Geschwindigkeit, Überfahren von roten Ampeln, Fahren gegen die Einbahn und Fahren gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung, etc.). Als er die Altmannsdorfer Straße erreichte überfuhr er den dortigen Grünstreifen und lenkte seinen PKW entgegen der vorgegebenen Fahrtrichtung die Altmannsdorfer Straße in Richtung Schönbrunner Straße", so Polizei-Pressesprecher Paul Eidenberger.
Durch diese „Geisterfahrt" wurden einige Verkehrsteilnehmer dazu genötigt, dem Mann auszuweichen, teilweise indem sie auf den Grünstreifen neben der Straße auffahren mussten.
Polizisten drängen Amokfahrer ab
Aufgrund der akuten Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer griffen die Beamten zu härteren Mitteln: Durch gezieltes Abdrängen mit dem verfolgenden Streifenwagen wurde das Auto des Amokfahrers zum Schleudern und schließlich zum Stillstand gebracht. Mit Unterstützung eines zweiten Streifenwagens wurden der Fahrer (39) sowie der Beifahrer (23) aus dem Fahrzeug geholt und festgenommen. Im Zuge der Aufarbeitung stellte ein Amtsarzt bei dem 39-Jährigen eine Beeinträchtigung durch Suchtmittel fest. Da Lenker war nicht im Besitz einer Lenkberechtigung für PKW.
"Beide Fahrzeuginsassen wurden nach dem Suchtmittelgesetz, der Lenker darüber hinaus wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit in mehreren Fällen und unbefugten Gebrauchs von Fahrzeugen zur Anzeige gebracht. Der Lenker muss sich darüber hinaus für die etlichen Verwaltungsübertretungen verantworten", so Eidenberger.
Der 23-Jährige wurde auf freiem Fuße angezeigt. Der 39-Jährige wurde wegen einer offenen Vorführungsanordnung des Landesgerichtes Wien zum Antritt einer 18-monatigen Freiheitsstrafe in das Landesgericht Wien gebracht.
(Red)