Die Polizei fahndet in Salzburg nach einem Katzenfeind. Der Unbekannte hatte am Montag dieser Woche im Stadtteil Itzling vermutlich mit einem Luftdruckgewehr auf eine 18-jährige Hauskatze geschossen, die sich im Garten ihrer Besitzerin aufhielt. Tierschützer setzen 1.000 Euro Ergreiferprämie aus.
Frau Tuschke sitzt der Schrecken immer noch tief in den Gliedern: Als sie am Montag gegen 12 Uhr in den Garten ging, um ihre Häschen zu füttern, folgte ihre 18-jährige Katze Luzifer ihr auf die Terasse und lief Richtung Gartenzau, als es plötzlich laut knallte. Verschreckt rannte Luzi ins Haus. "Erst glaubte ich, dass sie einfach nur erschrocken ist. Doch dann sah ich später im Haus Blutspuren", erzählt Tuschke im Gespräch mit Heute.at.
Die geschockte Besitzerin fand die geliebte Familienkatze im obersten Stock blutend unter einem Kasten, wo sich das verstörte Tier versteckt hatte. Ein Projektil hatte Luzi am Gelenk der linken Pfote getroffen und verletzte es schwer.
Zuvor habe es in der Umgebung keinerlei Nachbarschaftsstreitigkeiten oder Beschwerden wegen der Katze gegeben, sagte Polizei-Sprecherin Eva Wenzl. Der Zwischenfall sei völlig unerwartet passiert. Das Haustier wurde vom Tierarzt versorgt, man dürfe damit rechnen, dass es wieder ganz gesund wird.
Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls, die gebeten werden, sich bei der Inspektion Itzling unter der Nummer 059 133 55 85 100 zu melden.
Ergreiferprämie ausgesetzt
Der Verein "Pfotenhilfe" hat nun 1.000 Euro auf den Tierquäler ausgesetzt. "Diese grausame und brutale Tat darf nicht unbestraft bleiben", erklärt Sascha Sautner, Sprecher des Vereins. "Bitte wenden Sie sich an die Polizei oder an den Verein Pfotenhilfe ([email protected]), wenn Sie beobachtet haben wie die Katze in ihrem Garten verletzt wurde", appelliert Sautner.
Bis zu ein Jahr Gefängnis
Laut § 222 Strafgesetzbuch steht auf Tierquälerei bzw. die versuchte mutwillige Tötung bis zu ein Jahr Gefängnis.