Polizei verfasst Gedicht über Falschparker

Ein Falschparker beschwerte sich bei der Polizei, weil sein Auto mit Farbe angeschmiert wurde. Die Beamten verfassten ein Gedicht über den Vorfall.

Ein Mann stellte seinen Wagen in Aachen falsch ab. Als er zum Parkplatz zurückkam, sieht er, dass sein Auto beschmiert wurde. Polizeisprecher Paul Kemen nahm den erbosten Falschparker und die von Unbekannten verübte Selbstjustiz zum Anlass, um ein Gedicht zu verfassen - Poesie statt Beamtendeutsch sozusagen.

Die Polizeimeldung im Wortlaut:

"Zur Wache kam ein Mann, erbost gab er dort an, sein Auto habe man beschmiert, darüber sei er sehr pikiert. Mit Farbe sei's besprüht, wo er doch stets bemüht, die Vorschriften zu beachten, die Menschen bisher so machten. Kein Parkplatz war mehr frei, drum war's ihm einerlei, nur einmal falsch zu parken, endet ja nicht gleich am Haken. Unbekannte, die das gesehen, machten daraus ein Geschehen, sprühten Farbe auf's Gefährt. Damit man(n) sich das auch merkt. Bilder und Geschichte, beschäftigen nun Gerichte."

Bei der Farbe, mit dem das Auto beschmiert wurde, handelte es sich laut Polizei übrigens lediglich um Sprühkreide, die problemlos abgewischt werden konnte.

Beliebter Pressesprecher mit Humor

Der Aachener Polizeisprecher Paul Kemen ist für seinen Humor bereits bekannt. Vor einigen Jahren wurde sogar ein Hörbuch mit den besten "Aachener Polizeigeschichten" produziert. Der Verkaufserlös ging an ein Hilfswerk.

Selbst sagte Kemen einst in einem Interview mit dem deutschen "Express" über seine Arbeit: "Als Polizeisprecher erkläre ich den Leuten unsere Arbeit, warum wir etwas machen und wie wir es machen - verständlich, außerhalb des Beamtendeutschs. Als wenn ich es meiner Frau erklären würde."

(ek)

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