Die Polizei gibt am Samstag eine dringende Warnung vor betrügerischen Paket-Zustellern aus und sucht gleichzeitig nach Opfern der Falle. Wie die Masche funktioniert, beschreiben die Kriminalisten anhand eines Falls aus Hohenems. Dort klingelten bereits am 6. Juni 2024 am frühen Nachmittag zwei Männer an einer Wohnungstür und gaben sich gegenüber dem Mieter als Zustellboten aus. Der Mieter hatte an diesem Tag tatsächlich ein bestelltes Paket erwartet.
Danach ging alles ganz schnell: Die vermeintlichen Zustellboten verlangten für das im Internet bestellte Paket die Zahlung der Zollgebühr in Höhe von 141,20 Euro – und wirkten anhand ihres Wissens zur Bestellung seriös. Das Opfer bezahlte 150 Euro und bekam das bestellte Paket ausgeliefert – sowie eine "Quittung" mit dem vorgedruckten Betrag "0,00 Euro". Die beiden Männer fuhren anschließend mit einem schwarzen Lieferwagen weiter.
Erst danach wurde dem Betroffenen bewusst, dass er gerade Opfer von Kriminellen geworden war. Das Paket dürfte kurz zuvor von einem "echten" Zustelldienst vor der Türe des Betroffenen abgestellt worden sein – die beiden unbekannten Täter dürften es anschließend an sich genommen und die Zustellinformationen über die Daten am Paket erfahren haben. Danach läuteten sie an der Haustüre an und gaben sich selbst als Zustellboten aus.
Weitere Geschädigte werden von der Polizei ersucht, sich bei der Polizeiinspektion Hohenems zu melden. Durch die Aussage des Geschädigten wurden die beiden verdächtigen so beschrieben: Es handelte sich um einen älterer sowie einen korpulenteren, jüngeren Mann. Der Ältere, von schlanker Statur und mit Bart, führte das Gespräch mit dem Opfer und sprach dabei laut dem Geschädigten hochdeutsch.