Wer jetzt in den Herbsturlaub fährt, setzt gerne auf smarte Technik: Lampen mit Zeitplan, Rollläden per App, vielleicht eine Kamera an der Tür. Doch reicht das gegen die neueste Masche der Einbrecher?
Die Täter bringen dünne, kaum sichtbare Klebefäden zwischen Türblatt und Zarge an. Kommen sie Tage später zurück und finden die Markierung unversehrt vor, wissen sie, dass die Tür seither nicht geöffnet wurde - ein klares Zeichen für längere Abwesenheit.
Solche Markierungen fallen auf den ersten Blick oft nicht auf, heißt es auf inside-digital.de. Wer so etwas an seiner Tür entdeckt, sollte sich unbedingt bei der Polizei melden. In Hamburg nimmt das Hinweistelefon unter 040 4286-56789 solche Meldungen entgegen.
Der Faden selbst öffnet keine Tür - er verrät den Tätern nur, wann sich ein Einbruchsversuch lohnt. Nur zugezogene Türen reichen nicht als Schutz, gekippte Fenster sind kein ernsthaftes Hindernis und draußen versteckte Ersatzschlüssel finden Einbrecher zuverlässig.
Gegen den Klebefaden hilft etwas sehr Analoges: Wenn du länger verreist, bitte jemanden, regelmäßig die Tür zu öffnen und dabei einen Blick auf Zarge und Türspalt zu werfen. Außerdem solltest du deine Abwesenheit weder in sozialen Netzwerken noch auf dem Anrufbeantworter oder per Zettel an der Tür ankündigen.
Eine Kamera verhindert den Faden zwar nicht, liefert aber den Beweis, wer ihn anbringt. Eine Außenkamera mit Personenerkennung meldet sofort, sobald jemand vor der Tür steht - vom Paketboten bis zum potenziellen Einbrecher.