Einbrecher gehen oft nicht mit Gewalt vor. Stattdessen beobachten sie, testen Reaktionen und suchen nach kleinen Schwachstellen im Alltag. Besonders tückisch: Viele Maschen tarnen sich als Zufall oder alltägliche Störung.
Mal wird eine Mülltonne verrückt, mal klingelt ein angeblicher Handwerker, mal steht plötzlich jemand als Polizeibeamter vor der Tür. Wer solche Tricks kennt, kann Auffälligkeiten schneller einordnen und ruhiger reagieren.
Wie chip.de berichtet, warnt die Polizei seit Jahren davor, dass Täter ihre Opfer gezielt ausspähen oder sich unter Vorwänden Zugang zu Haus und Wohnung verschaffen.
Eine Mülltonne wird bewegt oder an einer ungewohnten Stelle stehen gelassen. Reagiert niemand darauf, kann das ein Hinweis sein, dass die Bewohner verreist sind. Dazu kommt: Mülltonnen können auch als Kletterhilfe genutzt werden, um leichter an Fenster oder Balkone zu gelangen.
Die Gegenmaßnahme ist simpel: Mülltonnen nicht ungesichert herumstehen lassen, ihre Position im Blick behalten und im Urlaub Nachbarn bitten, die Behälter mitzubenutzen oder wieder an den üblichen Platz zurückzustellen.
Besonders beliebt sind angeblich dringende Vorwände: ein Wasserrohrbruch, eine defekte Leitung, eine schnelle Prüfung in der Wohnung. Ziel ist fast immer, in das Haus zu gelangen und dort Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen zu stehlen.
Deshalb gilt: Niemals Unbekannte einfach hineinlassen, Dienstausweise genau prüfen und im Zweifel bei der genannten Firma selbst zurückrufen.
Eine weitere beliebte Masche setzt auf Autorität. Täter geben sich als Amtspersonen oder Polizisten aus. Der Trick funktioniert, weil viele Menschen Uniformen oder amtlich klingenden Erklärungen zunächst vertrauen.
Wichtig zu wissen: Echte Polizeibeamte haben Verständnis dafür, wenn du dich absicherst. Im Zweifel die Dienststelle selbst anrufen und niemanden allein in die Wohnung lassen.
Besonders im Urlaub sollte dein Haus möglichst bewohnt wirken. Die Polizei rät, Nachbarn zu bitten, Rollläden tagsüber zu öffnen und abends wieder zu schließen. Ein voller Briefkasten oder dauerhaft geschlossene Rollläden senden schnell das falsche Signal.