Wien

Polizei warnt Wiener: Antworte NIEMALS auf diesen Anruf

Abzocke-Alarm in Wien! Immer öfter gehen bei der Polizei Berichte von Betrügern ein, die mit ihrer neuen, fiesen Masche die Wiener unsicher machen.
Nicolas Kubrak
16.06.2022, 21:56

Bei der Wiener Polizei schrillen die Alarmglocken. Sie warnt ausdrücklich vor falschen Polizisten, die mit ihren Tricks international für Wirbel sorgen und Menschen abzocken. Mit dieser bekannten Masche nehmen sich aber nicht mehr nur Senioren, sondern auch jüngere Generationen ins Visier – dies belegen nun zwei Fälle aus Wien.

Betrüger gibt sich als Interpolbeamter aus

Derzeit komme es öfter vor, dass sich die Abzocker als Interpolbeamte, also Mitarbeiter der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation, ausgeben. Ein 26-jähriger Wiener wurde von einem unbekannten Mann kontaktiert, der sich als ein solcher Beamter ausgab und erzählte, dass im Zuge von Ermittlungen bei gravierenden Verbrechen die Identität des Wieners mit zahlreichen Bankkonten in Verbindung gebracht wurde. Dem geschockten 26-Jährigen wurde außerdem mitgeteilt, dass die Gefahr bestünde, dass sein gesamten Erspartes konfisziert wird.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Das Opfer solle zudem die österreichische Polizei auf keinen Fall kontaktieren, da es sich um internationale Ermittlungen handle. In weiterer Folge setzt der falsche Interpolbeamte das Opfer verbal unter Druck, riet ihm seine Identität zu ändern und sein Erspartes auf sichere Bitcoin Wallets zu transferieren. Der 26-Jährige ließ sich tatsächlich einschüchtern: Er folgte den Anweisungen und tätigte unter Anleitung des vermeintlichen Polizisten Bargeldtransaktionen. Der Wiener verlor Geld im unteren fünfstelligen Eurobereich.

Zweiter Betrugsfall fast identisch

Ein weiterer 37-jähriger Wiener wurde über das Telefon von einem automatisierten System darüber informiert, dass er nun mit Interpol verbunden sei. Im Anschluss informierte auch ihn ein vermeintlicher Interpolbeamter in englischer Sprache darüber, dass Dokumente gefunden wurden, in denen Straftaten dokumentiert seien. Unter anderem wären auch Dokumente mit der Identität des 37-Jährigen dabei.

Nun müsste man abklären, welche Konten ihm gehören, erklärte der Betrüger seinem Opfer. Der Geschädigte gab dann seine Kontodaten an und wurde mehrmals angewiesen, verschiedenste Transaktionen mittels Kryptowährung durchzuführen. Es kam zu einem Schaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Polizei warnt: "Telefonate sofort beenden"

Die Fälle sind für die Polizei Anlass, verstärkt vor diesen Betrugsmaschen zu warnen. "Nur durch intensive Aufklärungsarbeit und Prävention kann es gelingen, gemeinsam gegen derartige Betrüger vorzugehen. Schützen Sie Ihre Angehörigen und warnen Sie immer wieder vor den unterschiedlichsten Betrugsmaschen der 'falschen Polizisten'", wird in einer aktuellen Aussendung gefordert.

Die Wiener Polizei warnt deshalb eindringlich: Die Polizei verlangt niemals telefonisch, Bargeldtransaktionen durchzuführen. Beenden Sie verdächtige Telefonate und wählen Sie 133. Nennen Sie keine Details zu finanziellen Verhältnissen bzw. geben sie keinen sensiblen Daten und Konten preis.

Weitere Storys