Im Osten von Paris hat es Freitagnachmittag eine neuerliche Schießerei gegeben. Ein schwer bewaffneter Mann hat in einem Lebensmittelgeschäft für koschere Produkte mindestens fünf Geiseln genommen. Darunter sind nach Berichten französischer Medien auch Kinder. Es soll mindestens zwei Tote geben. Bei dem Täter handelt es sich um jenen Attentäter, der am Donnerstag südlich von Paris bereits eine Polizistin erschossen haben soll, wie es aus Ermittlerkreisen hieß. Trotz Drohungen die Geiseln zu töten, stürmten Polizeieinheiten am späten Nachmittag den Supermarkt.
Im Osten von Paris hat es Freitagnachmittag eine neuerliche Schießerei gegeben. Ein schwer bewaffneter Mann hat in einem Lebensmittelgeschäft für koschere Produkte mindestens fünf Geiseln genommen. Darunter sind nach Berichten französischer Medien auch Kinder. Es soll mindestens zwei Tote geben. Bei dem Täter handelt es sich um jenen Attentäter, der am Donnerstag südlich von Paris bereits haben soll, wie es aus Ermittlerkreisen hieß. Trotz Drohungen die Geiseln zu töten, stürmten Polizeieinheiten am späten Nachmittag den Supermarkt.
Am späten Freitagnachmittag erfolgte der Übergriff durch Spezialeinheiten der französischen Polizei. Ersten Meldungen zufolge wurde dabei der Geiselnehmer getötet. Das berichtet die Zeitung "Le Monde" unter Berufung auf die Gendarmerie. Mehrere Geiseln sollen frei gekommen sein. Mindestens zehn Menschen sollen aus dem jüdischen Lebensmittelladen gerannt sein.
Das Gebiet um das jüdische Geschäft wurde abgeriegelt, Schulkinder in der Gegend dürfen die Schulen derzeit nicht verlassen. Die Stadtautobahn wurde an der Porte de Vincennes in beiden Richtungen gesperrt. Als mutmaßlichen Geiselnehmer hat die Polizei den Kleinkriminellen Amedy Coulibaly (32) ermittelt, gleichzeitig wird auch nach seiner 26-Jährigen Ex-Freundin Hayat Boumeddiene, die Coulaby in der Vergangenheit zu einem Treffen mit einem Dschihadisten begleitet haben soll.
Direkter Zusammenhang mit anderen Anschlägen
Zwischen dem tödlichen Angriff auf die Polizistin am Donnerstagmorgen in Montrouge am südlichen Stadtrand von Paris und dem islamistischen Anschlag auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" am Mittwoch in Paris sehen die Ermittler seit Freitag einen Zusammenhang. Es gab eine "Verbindung" zwischen den mutmaßlichen Tätern der beiden Angriffe, sagten Polizeivertreter.
Die beiden mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter halten sich derzeit nördlich von Paris mit mindestens einer Geisel verschanzt. Bei dem Anschlag auf die Satire-Zeitung waren zwölf Menschen getötet worden. Bei der neuen Geiselnahme im Supermarkt handelt es sich offenbar um ein Ablenkungsmanöver.
Der Geiselnehmer habe mit der Ermordung der Geiseln gedroht, sollte die Polizei die Druckerei östlich von Paris stürmen, in der sich die mutmaßlichen Urheber des Terroranschlags auf "Charlie Hebdo" verschanzt haben, zitierte "Le Figaro" am Freitag Polizeikreise. Er und die "Charlie Hebdo"-Attentäter sollen derselben Terrororganisation angehört haben.