Polizeigewalt-Prozess: Erster Schuldspruch

Bild: Denise Auer

Vier Polizisten mussten sich jetzt vor dem Verwaltungsgericht wegen Misshandlungsvorwürfen verantworten. Sie sollen einem Mann acht Knochen gebrochen haben. Ein Beamter wurde jetzt verurteilt.

Sie sollen einem Mann acht Knochen gebrochen haben. Ein Beamter wurde jetzt verurteilt.

Serienrippenbrüche, eine zertrümmerte Schulter und ein zertrümmerter Fuß – so endete eine . Vier Polizisten mussten sich nun dafür vor dem Verwaltungsgerichtshof verantworten. Es war kein leichtes Urteil, das Richter Helm zu fällen hatte.

Denn: Opfer Mitat Ünal hat ein langes Vorstrafenregister – und dass er die Beamten an jenem Tag bis aufs Blut provoziere, steht außer Frage. Fest steht aber auch, dass er sich die Knochenbrüche während der Zeit auf der Wache zugezogen hat. Nach siebenstündiger Verhandlung wird ein Polizist schuldig gesprochen: Auf sein Konto geht die Schulter, die bei der Verhaftung zertrümmert wurde.

Wie die anderen Brüche entstanden sind, ist "nicht zu 100 Prozent unverhältnismäßigem Handeln der Polizisten zuzuschreiben". Auch die Amtsärztin, die nichts unternommen hat, ist schuldig. Jetzt muss das Innenministerium Konsequenzen ziehen. Das Opfer hat Anspruch auf Schmerzensgeld.

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