Über ein nicht ganz alltägliches Training freut sich die Polizeidiensthundeeinheit Wien. Diesmal stand ein Training beim EVN-Kraftwerk Ottenstein im Waldviertel auf dem Programm – spektakulär mit Abseilen von der 69 Meter hohen Staumauer.
Um die Ausbildung zum Polizeihundeführer zu absolvieren, sind verschiedene theoretische und praktische Kurse notwendig. Jeder Welpe ist anders, und man muss die Trainingsmethoden und -techniken auf den jeweiligen Hund abstimmen. „Diesen hohen Anforderungen ist nicht jeder Hund gewachsen. Auch die Tätigkeit als Polizeihundeführer ist an sich schon sehr fordernd. In über 60 Metern Höhe stellen sich Hund und Mensch einer besonderer Herausforderung. Hier braucht es neben einem hohen Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein natürlich vor allem Vertrauen“, erklärt der Kommandant der Polizeidiensthundeeinheit, Oberstleutnant Rudolf König.
EVN-Sprecher Stefan Zach findet es bewundernswert, was Mensch und Tier hier leisten und stellt das besondere Trainingsgelände gerne zur Verfügung. „Ich bin froh, dass jetzt wieder alle festen Boden unter den ,Pfoten' haben."
Die Polizeidiensthundeeinheit Wien (PDHE) ist eine uniformierte Sondereinheit der Landepolizeidirektion Wien und unterstützt alle Organisationseinheiten der LPD Wien sowie externe Behörden im In- und Ausland mit dem Einsatzmittel Polizeidiensthund. Die Polizei macht sich dabei den hochentwickelten Geruchssinn und die hohe psychologische Wirkung eines Hundes zu Nutzen. Derzeit versehen rund 100 Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst gemeinsam mit ihren Diensthunden.
Besonders wenn es sich um zukünftige Polizeihunde handelt, ist es wichtig, dass die kleinen Vierbeiner schnell lernen, was sie dürfen und was nicht. Sie suchen nach Vermissten, stöbern diverse Gegenstände auf und geben Ermittlern oftmals den entscheidenden Hinweis.
Pro Jahr werden mehrere Tausend Einsätze geleistet. Der „Schutz des öffentlichen Raumes“ gehört zu den wesentlichen Aufgaben der Polizeidiensthundeeinheit Wien.
Im Jahr 1954 hatte übrigens die Betonierung der Staumauer Ottenstein begonnen. Heute ist das Wasserkraftwerk der EVN noch immer ein wichtiger Energieknoten und Eckpfeiler der Versorgungssicherheit. „Das Kraftwerk Ottenstein gehört bis heute zu den größten Infrastrukturinvestitionen in Niederösterreich. Jahr für Jahr erzeugt die Anlage Öko-Strom für etwa 20.000 niederösterreichische Haushalte“, so EVN-Sprecher Stefan Zach.
Das Kraftwerk Ottenstein liegt am Fuß der 69 Meter hohen Gewölbesperre Ottenstein. Die Staumauer des EVN-Pumpspeicherkraftwerkes Ottenstein ist ein imposantes Bauwerk: 69 Meter hoch und bis zu 24 Meter dick. Diese massive Bauweise ist auch notwendig, denn immerhin hält sie rund 73 Mio. Kubikmeter Wasser zurück.
Bis heute gehört die Anlage zu den leistungsfähigsten Wasserkraftwerken der EVN. Die vier im Krafthaus installierten Francisturbinen erbringen eine Leistung von je zwölf Megawatt - und es sind noch immer die Original-Maschinen aus den 1950er Jahren.