Polizeipferd trampelte Journalistin nieder

In Schweden wurde am Wochenende eine Frau von berittenen Polizeikräften verletzt. Solche Fälle seien auch in Österreich "vorprogrammiert".

Einmal mehr spricht sich der Verein gegen Tierfabriken (VGT) aus aktuellem Anlass gegen den Einsatz von Polizeipferden in Wien aus. Am Samstag wurde eine Journalistin bei einer Demonstration in Stockholm von berittenen Polizeikräften niedergeritten und zu Boden geschleudert. Die Schwedin berichtete auf ihrer Facebook-Seite von dem Vorfall: "Ich wurde zu Boden getrampelt, blutete an Armen, Händen und auf der Stirn." Auch Fotos legte sie dem Bericht bei (siehe weiter unten).

Stress für Tiere

Laut VGT seien solche Unfälle keine Seltenheit. Immerhin seien solche Einsätze für die Pferden enorm anstrengend. Ungewollte Unfälle in Stresssitationen seien somit kaum zu verhindern. Erst vor acht Monaten erlitt ein Polizeipferd während einer Pegida-Demonstration in den Niederlanden einen Herzinfarkt und starb. Im Jänner wäre es zudem beinahe zu einem Crash zwischen berittener Polizei und dem Papamobil gekommen.

"Der Vorfall in Schweden zeigt erneut, welches Sicherheitsrisiko die berittene Polizei mit sich bringt – zusätzlich zu vorprogrammiertem Tierleid durch das Training und den erheblichen Stress beim Einsatz! Pferde sind sensible Tiere, keine Maschinen. In Gefahrensituationen sind ihre Reaktionen unberechenbar. Wir fordern Innenminister Kickl eindringlich auf, vom Vorhaben einer berittenen Polizei Abstand zu nehmen", so Georg Prinz vom VGT.

Im Februar wurde gegen die berittene Polizei protestiert:

Lesen Sie hier:

380.000€ für Pferde, vorerst kein Demo-Einsatz >>>

Wiener sagen "Nein" zur berittenen Polizei >>>

Plastikhufe treiben Preise für Kickls Pferde in Höhe >>> (red)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Good NewsWeltwocheTierQuarTier WienPferdHerbert KicklPolizei

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen