IS bekennt sich zur Supermarkt-Geiselnahme

Ein IS-Fanatiker brachte Freitag mehrere Menschen in seine Gewalt und forderte die Freilassung des Pariser Attentäters Salah Abdeslam. Es gibt zumindest drei Tote.

Bei einer Schießerei in der Stadt Trèbes in Südfrankreich sind mindestens drei Menschen um Leben gekommen, es gibt zudem Verletzte. Der mutmaßliche Täter war mit Messern, Schusswaffen und Handgranaten in einen Supermarkt eingedrungen. Zuvor hatte der Mann beim Raub eines Autos den Besitzers des Wagens getötet und auf einen Polizisten geschossen.

Laut französischer Staatsanwaltschaft bekannte sich der Angreifer zur Terrormilz IS. Es dürfte sich um einen 25-jährigen Marokkaner handeln, der bereits auf einer Liste für Islamistische Gefährder stand. Der französische Regierungschef Edouard Philippe sprach von einer "ernsten Situation". Augenzeugen zufolge habe er beim Stürmen des Supermarktes mehrmals "Allahu akbar" gerufen.

Freilassung von Paris-Attentäter gefordert

Zunächst brachte der Mann mehrere Geiseln in dem Supermarkt, indem er sich mehrere Stunden verschanzte, in seine Gewalt. Nach 13 Uhr hieß es, alle seien frei – im Gegenzug befinde sich nun ein Polizist mit dem Verdächtigen im Supermarkt. Der Beamte wurde angeschossen, er sei schwer verletzt.

Nach Stunden stürmte dann ein Spezialkommando den Supermarkt und erschoss den Angreifer. Im Supermarkt soll der Marokkaner zwei Menschen getötet haben. Bei den Todesopfern soll es sich um den Metzger des Geschäfts und einen Kunden handeln.

Laut Medienberichten forderte der Angreifer die Freilassung des Attentäters von Paris, Salah Abdeslam. Er gilt als einer der Hauptverdächtigen der Terroranschläge vom 13. November 2015.

IS bekennt sich zur Geiselnahme

Nur kurz nachdem der Angreifer erschossen wurde, reklamierte die Terrormiliz IS die Tat für sich. Der Angreifer sei ein "Soldat des Islamischen Staates", hieß es.

(slo)

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