Polizist bei Schusswechsel schwer verletzt

Auf der Hütteldorfer Straße ist es am Samstagabend gegen 18.10 Uhr kurz nach Geschäftsschluss in einem Supermarkt zu einem Schusswechsel gekommen, bei dem zwei Polizisten schwer verletzt worden sind. Der 49-jährige Täter starb wenig später bei einer zweiten Schießerei mit der WEGA.

Auf der Hütteldorfer Straße ist es am Samstagabend gegen 18.10 Uhr kurz nach Geschäftsschluss in einem Supermarkt zu einem Schusswechsel gekommen, bei dem zwei Polizisten schwer verletzt worden sind.
Gegen 18.10 Uhr wurde in der Billa-Filiale auf der Hütteldorfer Straße stiller Alarm ausgelöst. Ein 49-jähriger Bosnier hatte sich im Geschäft versteckt und ließ sich bei Ladenschluss einsperren. Als die drei Mitarbeiter, die Schlussdienst hatten, ins Büro gehen wollten, passte der Bewaffnet sie ab. Zumindest eine Mitarbeiterin wurde gefesselt, ihr Kollege konnte jedoch den stillen Alarm auslösen und so die Polizei rufen.  

Polizei klopfte, Räuber ballerte los

Kurz danach standen drei Funkstreifen vor dem Haus. Als sie an die Bürotür klopften und den Mann aufforderten zu öffnen, ballerte der stattdessen los. Einen Polizisten traf er in den Bereich des Oberschenkels, einen zweiten in den Kopf. Dann flüchtete der Täter, allerdings nicht auf die Straße, sondern ins Gebäude. 
Wega erschoss Flüchtenden bei zweitem Feuergefecht 

Polizei und Wega waren inzwischen mit Hubschraubern und Räumpanzern vor Ort. Im Stiegenhaus eines Nebengebäudes stellte die Wega den Mann schließlich. Doch anstatt aufzugeben, eröffnete der Supermarkt-Räuber erneut das Feuer. Er sprang auf ein Vordach, wo ihn schließlich das Sondereinsatzkommando erschoss. 

3 Polizisten verletzt - einer lebensgefährlich, einer schwer

Mehrere Polizisten wurden verletzt. Per Hubschrauber brachte man einen Beamten direkt vom Einsatzort ins AKH. Dort wurde er notoperiert. Sein Kollege erlitt angeblich einen Gesichtstreffer und liegt im Koma. Beide Verletzte sind von der Dienststelle Storchengasse. Eine dritte Beamtin stürzte beim Einsatz, kam aber mit leichten Verletzungen davon. 

Räuber war Wiederholungstäter

Der tote Verbrecher dürfte kein unbeschriebenes Blatt gewesen sein. Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger hatte der Bosnier mindestens zwei ähnliche Taten auf dem Kerbholz. 

Geiselnahme befürchtet: Cobra durchsuchte Häuser

Zwischenzeitlich wurde auch befürchtet, dass ein zweiter Täter Geiseln genommen hatte. Die Cobra durchsuchte umliegende Häuser. Schließlich konnte allerdings Entwarnung gegeben werden. 

Supermarktmitarbeiter und einige Polizisten bekamen während und nach dem Einsatz psychologische Betreuung. 

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